Hohenweiler Schützen laden zum Jubiläumsschießen

Zum 170-jährigen Bestehen feiern die Hohenweiler Schützen am Wochenende ein geselliges Fest.
Hohenweiler Früher waren Schützen Garanten für den Schutz der Heimat, heute sind sie Hüter von Tradition, Brauchtum und Kameradschaft. Auch sportliche Anliegen gewinnen immer mehr an Bedeutung – vor allem in den Städten haben sich Schützen schon früh zu Vereinigungen zusammengeschlossen. So wird in Feldkirch schon 1375 eine Schützenbruderschaft urkundlich erwähnt. Wesentlich jünger ist die Schützengilde Hohenweiler, die 1856 gegründet wurde und somit heuer 170-jährigen Bestand feiert.
Als ältester Verein der Gemeinde setzt die Schützengilde Hohenweiler nicht nur wichtige Impulse für das dörfliche Leben, sie hat auch landesweit Marksteine gesetzt. So hat der legendäre “Schützendäta” Josef Greißing mit großem Verhandlungsgeschick der französischen Besatzung die Erlaubnis zur Durchführung des ersten Schießwettkampfs nach 1945 abgerungen. Dieses Landes-Schießen anno 1952 gilt als Neustart des Schießsports in Vorarlberg.
Für Schlagzeilen sorgten die Hohenweiler Schützen zu ihrem 140-Jahr-Jubiläum, das sie 1996 als nostalgisches Jahrhundert-Ereignis organisierten: Zum Fest kamen damals fast 60 Abordnungen von Traditionsschützenvereinen aus Vorarlberg, Tirol und dem Westallgäu. Sogar eine Delegation aus Schweden war nach Hohenweiler gekommen.
Tradition und Gemeinschaft
So groß und “international” wird 30 Jahre später das 170-Jahr-Fest nicht begangen. Das Jubiläum, das im Frühsommer mit einem Frühschoppen unter einem originellen “Fallschirm-Zelt” eingeleitet wurde, wird dieses Wochenende mit einem familiären Jubiläumsschießen fortgesetzt: Am Samstag, 13 bis 18 Uhr, und Sonntag, 10 bis 17 Uhr, haben nicht nur Sportschützen, sondern auch Amateure Gelegenheit, sich an einem geselligen Schießsport-Wettbewerb zu beteiligen. Sportlich geht es um den Titel der Jubiläumskönigin bzw. des Jubiläumskönigs und den Sieg in der Mannschaftswertung.
“Vor allem aber”, so Oberschützenmeister Peter Feurstein und Kompanie-Chef Stefan Achberger, “wollen wir ein geselliges Fest für Gäste aus nah und fern bieten”. STP