25.000 Zugriffe an einem Tag: Was der neue Tschofen-Chef jetzt vorhat

VN / 29.09.2026 • 10:55 Uhr
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Daniel Fischer eröffnet am 1. Oktober das Restaurant und Boutiquehotel “das Tschofen”. Bilder: VN/JUN

Daniel Fischer wagt mit dem Tschofen den Schritt zurück in die Selbstständigkeit. Schon die Ankündigung der Wiedereröffnung stieß auf enormes Interesse.

Bludenz Das Tschofen eröffnet am 1. Oktober nach elf Monaten Schließung unter neuer Führung. Daniel Fischer (48), ehemaliger Hoteldirektor des Hotels Alpstadt, übernimmt das Restaurant und Boutiquehotel.

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Daniel Fischer war davor Hoteldirektor im Hotel Alpstadt.

Nach viereinhalb Jahren als Hoteldirektor des Hotels Alpstadt war es sein Wunsch, sich wieder selbstständig zu machen. Das habe sich jetzt mit dem Tschofen gut ergeben. Bereits davor führte er ein Hotel im Bregenzerwald. Außerdem ist er Geschäftsführer eines Reisebüros in Liechtenstein. “Seit ich 19 Jahre alt bin, bin ich selbstständig oder in einer führenden Tätigkeit gewesen”, sagt Fischer.

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Die Weine sind bereits angeliefert worden.

Er habe das Hotel Alpstadt in den vergangenen Jahren für die Eigentümerfamilie Wilfinger aufgebaut, weshalb er zu eingespannt gewesen sei, um sich mit einem neuen Hotelprojekt zu befassen. Doch jetzt war die Zeit reif für etwas Neues. Mit dem Eigentümer des Tschofens, Sandro Preite, habe er in den vergangenen Monaten intensive Gespräche geführt und sich schlussendlich auf ein Konzept geeinigt.

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Das Tschofen befindet sich mitten in der Bludenzer Innenstadt.

Regionalität

Fischer legt viel Wert auf Regionalität. Viele Produkte, die verarbeitet werden, stammen aus Vorarlberg, etwa Gemüse, Obst, Fleisch, Käse und Milchprodukte. Doch natürlich könne man nicht ausschließlich regional einkaufen. “Wir nehmen das Produkt von dort her, wo es die beste Qualität hat”, erklärt Fischer. So werde beispielsweise italienischer Kaffee serviert. “Wir haben gute Partner, mit denen wir zusammenarbeiten. Die Qualität ist hervorragend.”

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In den letzten Tagen wurde fleißig eingeräumt.

Das Mobiliar ist gleich geblieben. Neu hingegen sind die Kaffeemaschine, das Geschirr, die Gläser und die Schankanlage. Auch in die Hotelzimmer muss Daniel Fischer nichts investieren, da sie erst vor wenigen Jahren komplett modernisiert wurden.

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Neu sind die Gläser, das Geschirr und die Kaffeemaschine.

Der Gast erhält über einen PIN-Code, den er einen Tag im Voraus zugeschickt bekommt, Zugang zur Tiefgarage und zum Hotel. Gerade für Geschäftskunden sei dies vorteilhaft, da sie so flexibler seien. Im Tschofen nächtigen je zur Hälfte Geschäftsleute und Touristen, was Fischer als “guten Mix” bezeichnet. Neu ist auch, dass jetzt jedes Zimmer einen eigenen Tiefgaragenstellplatz unter dem Kronenhaus hat.

Frühstück für jedermann

Während das Hotel ganzjährig geöffnet hat, hat das Restaurant sonntags und montags Ruhetag. Das hat vor allem mit dem Personal zu tun: “Um Personal zu bekommen, müssen wir sonntags und montags geschlossen haben.” Das Frühstücksbuffet ist hingegen jeden Tag von 6:30 bis 10 Uhr nicht nur für Hotelgäste, sondern auch für externe Gäste zugänglich. Das Restaurant bietet durchgehend warme Küche bis 23 Uhr sowie ein Mittagsmenü mit einem Fleisch- bzw. Fischgericht oder einem vegetarischen bzw. veganen Gericht.

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Ab Donnerstag kann man hier Speisen aus regionalen Zutaten essen.
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Von 6.30 bis 23 Uhr hat das Tschofen von Dientag bis Samstag geöffnet.

Modern interpretierte Küche

“Wir sind keine klassische Wirtshausküche”, sagt Fischer. Es sei eine gehobenere alpine Küche, die traditionelle Vorarlberger Gerichte modern und kreativ interpretiert. Küchenchef Sven Schleicher, der bisher Chefkoch beim Restaurant Bluthu war, freue sich schon darauf, seinen eigenen Stil ausleben zu können, sagt Daniel Fischer. Mit ihm habe er eine kreative Karte erstellt. Neben der Standardkarte gibt es auch saisonale Gerichte mit jeweils einer Weinempfehlung.

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Alles ist bereit für die Eröffnung.
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Das Mobiliar wird weiterverwendet.

“Events wird es auf jeden Fall geben. Zum Christkindlmarkt ist eine besondere Geschichte geplant”, kündigt Fischer eine Überraschung an. Die Rückmeldungen zur Wiedereröffnung des Tschofens seien “der Wahnsinn” gewesen. Als Fischer es auf Social Media verkündet hatte, verzeichnete die Webseite über 25.000 Zugriffe an einem Tag. “Der Server ist zusammengebrochen”, meint der 48-Jährige, der “total überrascht” gewesen sei.

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