Neugierige Waldmeister in der inatura

VN / 30.09.2026 • 12:08 Uhr
Lena, Sophie, Elsa und Lotta lernten beim inatura-Workshop alles rund um den Wald und waren sehr begeistert.
Lena, Sophie, Elsa und Lotta lernten beim inatura-Workshop alles rund um den Wald und waren sehr begeistert. cth

Die 3b der VS Leopold erkundete bei einem inatura-Workshop die Vielfalt des Waldes.

Dornbirn: “Wisst ihr schon, um was es heute geht?”, fragt Susanne Stadelmann, Leiterin der Museumspädagogik, in der Eingangshalle der inatura Dornbirn. Sie muss nicht lange auf Antworten warten. “Reptilien”, “Schlangen” und “Eichhörnchen” rufen die Drittklässler durcheinander. Mit dem Wald liegen sie schließlich richtig. Die 3b der Volksschule Leopold ist diese Woche wieder zu Gast in der inatura. Seit Februar kommt die Klasse einmal im Monat zu einem Workshop und entdeckt dabei verschiedene Themen aus Natur und Umwelt.

Museumspädagogin Susanne Stadelmann vermittelte den Kindern anschaulich das Thema Wald.
Museumspädagogin Susanne Stadelmann vermittelte den Kindern anschaulich das Thema Wald. cth

Lebendiges Lernen

Im Raum für die Schulklassen wartet bereits ein Tisch voller Dinge, die mit dem Wald zu tun haben. Jedes Kind darf sich einen Gegenstand aussuchen und erklären, was es damit auf sich haben könnte. Eichhörnchen- und Fuchsfell sind schnell zugeordnet. Bei einem kleinen Skelettkopf wird es schon schwieriger. Auch ein Döschen mit Ohrstöpseln sorgt für Rätselraten. Elsa hat eine eigene Theorie: “Vielleicht brauchen Holzfäller die Stöpsel, damit sie der Lärm der Sägen nicht stört.” “Auch eine gute Idee”, sagt Stadelmann. Gedacht sind sie allerdings als Symbol dafür, dass der Wald auch ein Ort der Ruhe und Erholung sein kann.

Jedes Kind durfte sich einen Gegenstand aussuchen, dessen Bedeutung für den Wald im Anschluss besprochen wurde.
Jedes Kind durfte sich einen Gegenstand aussuchen, dessen Bedeutung für den Wald im Anschluss besprochen wurde. cth

Was Bäume alles leisten

Anschließend geht es um die vielen Aufgaben des Waldes. Die Kinder erfahren, dass er Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen ist, aber auch Holz liefert. Sie erfahren etwas über Märchen und Spielzeug aus Holz, über die Lebensgemeinschaft Wald und darüber, wer von wem abhängig ist. Auch Hochwasser- und Lawinenschutz sowie die Bedeutung der Bäume für das Klima kommen zur Sprache. Besonders beeindruckt sind die Kinder, als Stadelmann mit einem kleinen “Zaubertrick” zeigt, wie Bäume Zucker produzieren. Ein Raunen geht durch die Runde – inklusive Probieren des Zuckers.

Auch probieren gehörte zum Workshop.
Auch Probieren gehörte zum Workshop. cth

Auch Zapfen werden unter die Lupe genommen und der Unterschied zwischen einem Tannen- und Kieferzapfen erklärt. Die Klasse erfährt zudem, wie hoch Bäume wachsen können. Der höchste bekannte Baum der Welt, ein Küstenmammutbaum mit dem Namen Hyperion, ist rund 115 Meter hoch. In Vorarlberg steht eine Douglasie im Bregenzer Stadtgarten, die mit rund 59 Metern als höchster Baum des Landes gilt. Und auch ein Baum im hohen Alter ist Thema: Die Dorflinde in Alberschwende soll mehr als 1000 Jahre alt sein. An den Jahresringen lässt sich schließlich ablesen, dass Bäume ihre ganz eigene Geschichte erzählen.

Die Kinder erfuhren von Susanne Stadelmann, dass Bäume
Die Kinder erfuhren von Susanne Stadelmann, dass Bäume “Geschichtenerzähler” sind. cth

Auf Entdeckungsreise

Zum Abschluss wartet dann das Museum. In Zweierteams erhalten die Kinder jeweils ein Bild. Nun heißt es suchen: Welches Tier oder welche Pflanze ist darauf abgebildet, und wo ist das passende Objekt in der Ausstellung zu finden? Danach müssen noch Früchte den richtigen Bäumen zugeordnet werden. Die Schülerinnen und Schüler sind eifrig bei der Sache und flitzen aufgeregt durch die Museumsräumlichkeiten.

Im Museum ging es dann direkt auf spannende Entdeckungsreise.
Im Museum ging es dann direkt auf spannende Entdeckungsreise. cth

Sachunterricht wird so zur Entdeckungsreise, bei der Wissen nicht nur vermittelt, sondern selbst gefunden wird. Als der Workshop zu Ende geht, haben die Kinder einiges über den Wald gelernt – und dürfen sich definitiv als neue “Waldmeister” bezeichnen. CTH