Die Turmzier kehrt auf die Spitze von St. Martin zurück

VN / 02.10.2026 • 10:27 Uhr
Die Turmkugel wurde nach der Restaurierung wieder an der Spitze der St. Martinskirche montiert.
Die Turmkugel wurde nach der Restaurierung wieder an der Spitze der St. Martinskirche montiert. Katholische Kirche

Die Sanierung der Kirche am Dornbirner Marktplatz geht in die letzte Runde.

Dornbirn Die neue Turmzier der St. Martinskirche ist mehr als eine restaurierte Spitze. Turmkugel, Turmkreuz, Wetterhahn und die neu gestaltete kleine Turmzier markieren den Abschluss eines wichtigen Abschnitts der Sanierung. Kürzlich weihte Pfarrer Josef Schwab die Elemente bei einer Messfeier. Damit ist ein weiterer sichtbarer Teil der Restaurierung abgeschlossen.

Die neue Turmzier wurde bei einer Messfeier gesegnet.
Die neue Turmzier wurde bei einer Messfeier gesegnet. Katholische Kirche

Eine besondere Rolle spielt die kleine Turmzier. Teile der bisherigen Ausführung waren stark verwittert und mussten nach Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt neu gefertigt werden. Statt die alte Gestaltung lediglich zu kopieren, entstand ein neues Konzept des Diözesanbauamts. Nach einer Idee von Bauleiter Karl-Heinz Summer und gemeinsamen Überlegungen von Diözese Feldkirch und Pfarrer Dominik Toplek greifen die Symbole zentrale Inhalte des christlichen Glaubens auf: Wasser, Feuer, Eucharistie und der Mantel des heiligen Martin. Sie wurden direkt am Carl-Lampert-Kreuz angebracht.

In der Turmkugel wurden neue und alte Dokumente für die Zukunft hinterlegt.
In der Turmkugel wurden neue und alte Dokumente für die Zukunft hinterlegt. Katholische Kirche

Restaurierung in vielen Händen

Die Arbeiten an der Turmzier waren Teil der zweiten Sanierungsetappe, die im Frühjahr begonnen hatte. Dafür wurden Dachziegel abgenommen, die Holzkonstruktion erneuert und anschließend dunkelgrüne Biberschwanzziegel verlegt. Auch Spenglerarbeiten, die Fassade, die Turmuhr und die Glockenfenster standen auf dem Programm. Die Arbeiten sollen den historischen Bau langfristig sichern.

Restauratorin Nicolé Mayer überarbeitete die vergoldeten Teile der Turmzier.
Restauratorin Nicolé Mayer überarbeitete die vergoldeten Teile der Turmzier. Mayer

An der Turmzier arbeiteten mehrere Fachleute. Vergolderin und Restauratorin Nicolé Mayer überarbeitete die vergoldeten Teile, während die Spenglerei Heinzle und Holzbau Mayer weitere Arbeiten ausführten.

Nach der Weihe fanden sich rasch Paten für die einzelnen Symbole und auch für die Turmkugel. Gleichzeitig gibt es Spenden aus der Pfarre und weit darüber hinaus. “Wir hoffen natürlich sehr, dass die Spendenbereitschaft anhält”, sagt Heidi Achammer, pfarrliche Organisationsleiterin von St. Martin.

Die neue Turmzier verbindet traditionelle Elemente mit christlichen Symbolen.
Die neue Turmzier verbindet traditionelle Elemente mit christlichen Symbolen. Katholische Kirche

Botschaft für die Zukunft

Am 28. September wurde die Turmkugel wieder an der Spitze montiert. Im Inneren befinden sich neue und alte Dokumente – eine Nachricht aus der Gegenwart an jene Menschen, die die Kugel voraussichtlich erst in rund 50 Jahren wieder öffnen werden. Was heute hineingelegt wurde, wird später einmal von einer anderen Generation entdeckt.

Die Arbeiten an der Turmzier sind ein sichtbarer Teil der umfassenden Kirchensanierung.
Die Arbeiten an der Turmzier sind ein sichtbarer Teil der umfassenden Kirchensanierung. Katholische Kirche

Nun werden die letzten Arbeiten abgeschlossen. Nach der Montage der kleinen Turmzier soll das Gerüst in den kommenden Tagen fallen und den Blick auf den erneuerten Kirchturm freigeben. Am Samstag, 17. Oktober, folgt um 11 Uhr die offizielle Turmweihe.

Die St. Martinskirche blickt auf eine lange Baugeschichte zurück. Der heutige Turm wurde 1767 auf rund 60 Meter erhöht. Mit der Sanierung wird dieses markante Bauwerk für die kommenden Jahrzehnte erhalten. Die neue Turmzier verbindet dabei Vergangenheit und Gegenwart: “Sie bewahrt Vertrautes, setzt neue Zeichen und macht sichtbar, wie eng Kirche, Handwerk und Pfarrgemeinde miteinander verbunden sind”, freut sich Heidi Achammer. CTH

Mit viel Fachwissen und Handarbeit arbeitete das Team an der neuen Turmzier der St. Martinskirche.
Mit viel Fachwissen und Handarbeit arbeitete das Team an der neuen Turmzier der St. Martinskirche. Katholische Kirche