Bio-Bauern Sulzberg feierten Dreißiger

VN / 06.10.2026 • 11:33 Uhr
Bio-Bauern Sulzberg feierten Dreißiger

Annemarie Kohler (l.), Dietmar Baldauf, Anka Stöckler, Oswald Fink und Arno Riedmann. Hinten: Kaspar Kohler, Alexandra Islor, Sebastian Baldauf und Manuel Kirisits-Steinparzer. Arno Meusburger

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Sulzberg Im Einklang mit der Natur Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft erzeugen und durch Kooperation erfolgreich sein: Das ist der Zweck der vor 30 Jahren gegründeten Genossenschaft „Bio Bauern Sulzberg“. Die fünf Mitgliedsbetriebe nahmen das Jubiläum zum Anlass, dafür den Kontakt zu ihren Kunden, darunter Betreiberinnen und Betreiber von Bäckereien, Bauernläden, Kantinen und Naturkostfachgeschäften, aber auch Gastronomen und Metzgern, zu vertiefen. Als Moderator begrüßte Bio-Vorarlberg-GF Manuel Kirisits-Steinparzer die Gäste, als Hausherr und Obmann der Genossenschaft Dietmar Baldauf.

Bio-Bauern Sulzberg feierten Dreißiger

Moderator Manuel Kirisits-Steinparzer und Lebensmittelhändler sowie Impulsgeber Arno Riedmann.

Nach dem Aperitif stellte Baldauf den Hof vor, der 50 Hektar bewirtschaftet, 20 davon Wald. „Vom Grünland ist nicht alles ganz leicht zu bewirtschaften“, sprach er die Geländeverhältnisse an. Seine Mutter habe 50 Legehennen gehabt, sei mit den Eiern jede Woche „ins Land hinaus“ gefahren und habe Bekannte beliefert. Nach einer durch den Abbruch des Stalles bedingten Pause hat Dietmar Baldauf auf Bitten eines befreundeten Landwirts parallel zu den damals 1000 Puten mit 20 Legehennen begonnen. Bald waren es 500 Legehühner, durch den Bau des Stalles im Jahr 2005 sind es 2100 geworden. Durch die Übernahme des Lässerhofes im kommenden Frühjahr werden es ein Drittel mehr sein.

Bio-Bauern Sulzberg feierten Dreißiger

Das appetitanregende Büfett.

Biohof in Familienhand

Bio-Bauern Sulzberg feierten Dreißiger

Die Familien der Genossenschaft. Arno Meusburger

„Durch die Mitgliedschaft bei den Bio Bauern Sulzberg hatten wir eine gute Entwicklung“, erklärte Dietmar Baldauf den kurz in zwei Gruppen aufgeteilten Gästen. Der einen stellte er die Hühnerhaltung näher vor, der anderen vermittelte Sohn Sebastian Interessantes über die Rinderhaltung. Letzterer führt den Hof mit seinem Vater und wird ihn nach dessen Pensionierung übernehmen.

Bio-Bauern Sulzberg feierten Dreißiger

Rückblicke auf die Geschichte und Entwicklung der Genossenschaft in der “Strohballen-Arena”. Arno Meusburger

Es gibt beim „Tobelbauer“ Heu, Grün- und Kraftfutter aber kein Silofutter. An den Laufstall, von dem aus die Tiere auch ins Freie können, ist ein Melkstand angeschlossen. Für die Zukunft ist ein Melkroboter vorgesehen, durch den die Landwirte mehr Zeit zur Beschäftigung mit den Rindern haben. Die Mehrzahl der Tiere sind die kleineren, weniger leistungsfähigen, aber auch weniger Probleme machenden „Vorderwälder“ aus dem Schwarzwald oder Kreuzungen damit. Als befugter „Eigenstandsbesamer“ nimmt der junge Landwirtschaftsmeister die Besamung selber vor, kann dabei aus einem Katalog den Samen verschiedener Stiere bestellen. Am Tag vor dem Fest sind sogar Zwillinge geboren worden.

Bio-Bauern Sulzberg feierten Dreißiger

Heu, Grün- und Kraftfutter, keine Silage für die Rinder auf dem “Tobelhof”. arno Meusburger

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung blickten Dietmar Baldauf, Annemarie und Kaspar Kohler sowie als Kunde der ersten Stunde Arno Riedmann in der „Strohballen-Arena“ auf die Geschichte der Genossenschaft zurück. Riedmann ist es gewesen, bei dem am selben Wochentag verschiedene Sulzberger ihre Eier abgeliefert haben und der eine gemeinsame Lieferung vorschlug.

Bio-Bauern Sulzberg feierten Dreißiger

Blick in den Hühnerstall, aus dem “Wintergarten” führt ein Tunnel ins Freiland. Arno Meusburger

Bio-Bauern Sulzberg feierten Dreißiger

Die Eier werden in Nestern aus Dinkelspreu gelegt. Arno Meusburger

Bio-Bauern Sulzberg feierten Dreißiger

Die am Tag vor der Veranstaltung auf die Welt gekommenen Zwillinge. Arno Meusburger

Bio-Bauern Sulzberg feierten Dreißiger

Die Gäste konnten sich beim Büfett aus regionalen Spezialitäten stärken. Arno Meusburger

Anka Stöckler stellte schließlich den von ihr, ihrem Mann Josef Peter, den fünf Kindern sowie den Großeltern Annemarie und Kaspar betriebenen „Felsenhof“ vor. Die Kühe dort haben Hörner und viele grüne Weiden rund um den sechs Kilometer vom Ortszentrum entfernten Hof. Stöckler würdigte weiters Biogemüselieferant Oswald Fink und „Mennels Metzg“ in Möggers. Dort werden Wurstwaren mit Meersalz und natürlichen Gewürzen erzeugt. ame