Käsdönnala, Kilbi-Geld und jede Menge Vorfreude

Lustenauer Kilbi lockte wieder zahlreiche Gäste ins Zentrum.
Lustenau Aus allen Gassen und Straßen strömten die Besucher am Sonntagvormittag zum Kirchplatz, um gemeinsam die feierliche Eröffnung der Lustenauer Kilbi zu erleben. Bei bester Stimmung und teilweise sogar Sonnenschein startete das beliebte Fest mit einer Premiere: Erstmals zogen der Nachwuchs der Lustenauer Sportvereine sowie die Schalmeien bei einer Kilbiparade durch das Ortszentrum und sorgten für einen schwungvollen Auftakt. Am Kirchplatz angekommen, übergab das Maskottchen der Austria Lustenau den “Pimpo”, den Zapfhahn für den traditionellen Fassanstich, an Bürgermeister Patrick Wiedl. Mit dem Anstich erklärte dieser die Kilbi offiziell für eröffnet. Damit fiel auch der Startschuss für eine der kulinarischen Hauptattraktionen des Festes: die beliebten Käsdönnala.




Große Vorfreude auf die Käsfladen
Kaum war die Kilbi eröffnet, lag bereits der verlockende Duft von frisch gebackenem Käse in der Luft. An den Verkaufsständen bildeten sich rasch die ersten Schlangen. Die Vorfreude auf die Lustenauer Spezialität war groß.


“Bereits um 8 Uhr in der Früh haben wir die ersten Anfragen für die Käsdönnala”, erzählt Verkäuferin Angelika Moosbrugger von Pepe’s. Verkauft werden darf die Lustenauer Spezialität allerdings erst nach der offiziellen Eröffnung. Das Warten nahm Lisa Büchel gerne in Kauf. Sie gönnte sich schon am Vormittag eine Flade. “Schon seit zwei Tagen freu ich mich drauf”, sagt sie. Für viele gehört das Käsegebäck schließlich genauso zur Kilbi wie der Bummel durch die Gassen und das Wiedersehen mit Bekannten. Auch kulinarisch gab es neben den Klassikern Neues zu entdecken. Erstmals mit dabei war das Gasthaus Lamm mit einem Backhendl-Burger. Der Verein HABES brachte türkische Spezialitäten auf das Festgelände. So trafen Lustenauer Traditionen auf internationale Küche, ergänzt durch zahlreiche Stände der örtlichen Vereine.
Jugend spart extra für Kilbi
Während die Erwachsenen bei Käsdönnala und anderen Köstlichkeiten verweilten, zog es die jüngeren Besucher zu den Fahrgeschäften. Dort wurde in immer wechselnden Gruppen gebummelt, gefahren und gerechnet. Denn ein Kilbi-Tag kann ganz schön ins Geld gehen. “Ich habe dieses Jahr 150 Euro Budget für die Kilbi”, erzählt Laurin (13). Seine Freunde Paul (14) und Hans (13) haben sogar jeweils 250 Euro zur Verfügung.





Allein eine Fahrt mit dem beliebten Kettenkarussell kostet inzwischen fünf Euro. Gespart wird dafür oft schon lange im Voraus. Und nicht selten helfen die Verwandten nach: Kilbi-Geld gehört für viele Kinder einfach dazu. Auch Anita und Walter Holzer drehten nach ihrer Ankunft zunächst eine Runde über das Festgelände, um ihren Enkeln das traditionelle Taschengeld zu überreichen. Ein weiteres beliebtes Mitbringsel ist der Kilbi-Sônggl. Der Button mit dem eigenen Foto gilt unter eingefleischten Besuchern längst als Kult-Souvenir. Wohin man blickte, überall waren glückliche Besucher zu sehen, die sich auch dieses Jahr freuten, dass die Kilbi am Sonntag ganz ohne Regen ausgekommen ist. BVS











