Spatenstich für neues Bergrettungsheim

VN / 16.10.2026 • 15:46 Uhr
Spatenstich für neues Bergrettungsheim
Mit dem Spatenstich für das neue Bergrettungsheim Schruns-Tschagguns wurde der offizielle Startschuss für das Bauprojekt gesetzt. STL

Die Bergrettung Schruns-Tschagguns erhält einen modernen Stützpunkt.

Tschagguns Mit dem offiziellen Spatenstich für das neue Bergrettungsheim in der Sandstraße beginnt für die Bergrettung Schruns-Tschagguns ein neues Kapitel. Nach einem langen Weg der Planung und Vorbereitung entsteht nun ein zeitgemäßer Stützpunkt, der den gestiegenen Anforderungen an die ehrenamtlichen Einsatzkräfte gerecht werden soll. Die Freude über den Baustart ist bei den Verantwortlichen entsprechend groß.

Neuer Stützpunkt für die Bergrettung Schruns-Tschagguns
Am neuen Standort in der Sandstraße werden zwei ehemalige Lkw-Garagen in das Bauprojekt integriert SCO

“Wir sind sehr froh, dass wir nach so langer Zeit endlich einen geeigneten Standort gefunden haben und nun mit dem Bau beginnen können”, zeigt sich Obmann Rupert Pfefferkorn erleichtert. Das bisherige Bergrettungsheim stammt aus den 1970er-Jahren und wurde damals für wesentlich kleinere Strukturen errichtet. Gerade einmal 14 Mitglieder zählte die Ortsstelle zu jener Zeit, durchschnittlich sieben Einsätze waren jährlich zu bewältigen. Heute engagieren sich 56 Mitglieder bei der Bergrettung, die rund 50 Mal pro Jahr zu Einsätzen ausrückt. Auch die technische Ausstattung und der Fuhrpark haben sich in den vergangenen Jahrzehnten erheblich erweitert. “Das alte Gebäude, das ursprünglich nicht für die Unterbringung von Einsatzfahrzeugen vorgesehen war, entspricht längst nicht mehr den heutigen Anforderungen”, so Pfefferkorn.

Bergrettung, Ortsstelle Schruns-Tschagguns
Derzeit ist die Bergrettung im Keller der Tschaggunser Feuerwehr untergebracht. SCO

Bestehende Garagen genutzt

Am neuen Standort in der Sandstraße werden zwei ehemalige Lkw-Garagen in das Bauprojekt integriert und durch einen vorgelagerten Neubau ergänzt. Künftig stehen den Bergrettern neben Garagen für drei Einsatzfahrzeuge und die umfangreichen Gerätschaften auch ein moderner Funkraum, ein Büro sowie ein Aufenthaltsraum zur Verfügung. Damit sollen sowohl die Einsatzkoordination als auch die organisatorische Arbeit und das Vereinsleben deutlich erleichtert werden. Besonders bei zeitkritischen Einsätzen sind kurze Wege und eine übersichtliche Unterbringung der Ausrüstung von großer Bedeutung. Auch für Schulungen, Besprechungen und die Vorbereitung von Einsätzen bietet das neue Gebäude künftig bessere Voraussetzungen.

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Für die Umsetzung des Bauvorhabens zeichnen Richard Durig und Franz Wachter als Projektverantwortliche verantwortlich. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt anteilig von den vier Gemeinden Schruns, Tschagguns, Silbertal und Bartholomäberg. Die gemeinsame Finanzierung unterstreicht die Bedeutung der Bergrettung für die Sicherheit in der gesamten Region. Schließlich sind die ehrenamtlichen Einsatzkräfte bei Notfällen im alpinen Gelände zu jeder Tages- und Nachtzeit gefordert.

Viel Eigenleistung der Mitglieder

Der Tschaggunser Bürgermeister Gerhard Vonier erläuterte beim Spatenstich die nächsten baulichen Schritte. “Vor einer der bestehenden Garagen wird zunächst eine Bodenplatte errichtet, auf der anschließend ein Holzbau entsteht”, so Vonier. Dieser soll noch im Herbst fertiggestellt werden, sodass über die Wintermonate mit viel Eigenleistung der Bergrettungsmitglieder der Innenausbau erfolgen kann. Die vollständige Fertigstellung des neuen Bergrettungsheims ist für Sommer 2027 vorgesehen. STL