Von Flyer und Fahrraderlebnis inspiriert

VN / 06.11.2026 • 12:07 Uhr
Marion Koch (Schlosserhus),
Marion Koch (Schlosserhus), “Hang”-Spieler Roland “Ziro”, Künstlerinnen Ingeborg Giesinger und Cornelia Hartmann, Carmen Stark (Schlosserhus) und Tanja Wehinger. Fotos: Arno Meusburger

Zwei Künstlerinnen zeigen Gemälde und Pappmaschee-Figuren im “Schlosserhus” Rankweil.

Rankweil Die beiden autodidaktischen Künstlerinnen Ingeborg Giesinger und Cornelia Hartmann haben sich vor 13 Jahren über ihre Kinder kennengelernt, viele Gemeinsamkeiten und nicht zuletzt die Freude am Experimentieren entdeckt und einander gegenseitig inspiriert. Ergebnisse davon zeigen sie im Rankweiler “Schlosserhus”.

Elisabeth Mitterer und Christian Giesinger.
Elisabeth Mitterer und Christian Giesinger. Fotos: Arno Meusburger

Cornelia Hartmann ist von beiden eher “die genauere Zeichnerin”, während Ingeborg Giesinger eher abstrakt malt. “Mit Spachtelmasse, Erdfarben und in mehreren Schichten, damit Tiefe entsteht”, wie sie der VN-Heimat erklärte. In Giesingers Motiven zeigt sich ihre Begeisterung für Afrika. Einige Wände des 350 Jahre alten Hauses sind mit Bildern von Elefant, Löwe, Schwarzem Panther und anderen eindrucksvollen Tieren des Kontinents bestückt. Hartmanns Motive gehen “querbeet”, hängen von den Jahreszeiten sowie der jeweiligen Lust und Laune der Kreativen ab.

Günther und Karin Kopf-Sumper sorgten für das leibliche Wohl.
Günther und Karin Kopf-Sumper sorgten für das leibliche Wohl. Fotos: Arno Meusburger

Weil den beiden Künstlerinnen mittlerweile umständehalber das zweite Atelier abhandengekommen ist, haben sie beschlossen, die Pause bis zum Finden eines neuen mit Ausstellungen auszufüllen. Bei der Besichtigung des “Schlosserhuses” stießen sie auf einen Flyer, bei dem ein Pappmaschee-Kurs beworben wurde. “Des künnand mir sealbar”, erklärte Hartmann, die früher für ihre Kinder Figuren aus geknetetem Papier kreiert hat.

Giesingers Freund
Giesingers Freund “Ziro” bereicherte die Ausstellungseröffnung mit dem Hang. Fotos: Arno Meusburger

Als erstes Modell erkor sie ihre langjährige Freundin Marlies Thöny, die farbenfrohe Kleidung bevorzugt. Ein Foto von ihr diente als Vorlage für die ersten drei Figuren. Speziell ist jene von Giesinger, auf der sie auf einem Fahrrad sitzt und ausnahmsweise ein missmutiges Gesicht macht. Anlass dafür war eine Fahrradtour auf Formentera, bei der die groß gewachsene Künstlerin unter anderem wegen des heruntergesackten Sattels nur mit den Knien bis zum Kinn radeln konnte und ständig nach hinten zu Hartmann schimpfte. Diese wurde durch den Anblick zum Lachen gebracht, schließlich schütteten sich beide vor Lachen aus. “Dieses Bild wollte ich seit damals immer schon einmal festhalten”, berichtete “Conny”. Die Finissage findet am Samstag, 21. November, ab 17 Uhr statt.

Ingrid Längle (Social Media-Betreuerin) und Modell Marlies Thöny.
Ingrid Längle (Social-Media-Betreuerin) und Modell Marlies Thöny. Fotos: Arno Meusburger
Janes Loibnegger und Alina Huchler.
Janes Loibnegger und Alina Huchler. Fotos: Arno Meusburger
Ein Teil der gezeigten Werke.
Ein Teil der gezeigten Werke. Fotos: Arno Meusburger
Tiere aus Afrika spielen für Ingeborg Giesinger eine große Rolle.
Tiere aus Afrika spielen für Ingeborg Giesinger eine große Rolle. Fotos: Arno Meusburger
Die Künstlerinnen arbeiten mir Acryl.
Die Künstlerinnen arbeiten mit Acryl. Fotos: Arno Meusburger
Bidler und Figuren aus Pappmaché.
Bilder und Figuren aus Pappmaschee. Fotos: Arno Meusburger
Breite Palette von Arbeiten.
Breite Palette von Arbeiten. Fotos: Arno Meusburger
Max Lipburger und Tina Hartmann.
Max Lipburger und Tina Hartmann. Fotos: Arno Meusburger