Von Flyer und Fahrraderlebnis inspiriert

Zwei Künstlerinnen zeigen Gemälde und Pappmaschee-Figuren im “Schlosserhus” Rankweil.
Rankweil Die beiden autodidaktischen Künstlerinnen Ingeborg Giesinger und Cornelia Hartmann haben sich vor 13 Jahren über ihre Kinder kennengelernt, viele Gemeinsamkeiten und nicht zuletzt die Freude am Experimentieren entdeckt und einander gegenseitig inspiriert. Ergebnisse davon zeigen sie im Rankweiler “Schlosserhus”.

Cornelia Hartmann ist von beiden eher “die genauere Zeichnerin”, während Ingeborg Giesinger eher abstrakt malt. “Mit Spachtelmasse, Erdfarben und in mehreren Schichten, damit Tiefe entsteht”, wie sie der VN-Heimat erklärte. In Giesingers Motiven zeigt sich ihre Begeisterung für Afrika. Einige Wände des 350 Jahre alten Hauses sind mit Bildern von Elefant, Löwe, Schwarzem Panther und anderen eindrucksvollen Tieren des Kontinents bestückt. Hartmanns Motive gehen “querbeet”, hängen von den Jahreszeiten sowie der jeweiligen Lust und Laune der Kreativen ab.

Weil den beiden Künstlerinnen mittlerweile umständehalber das zweite Atelier abhandengekommen ist, haben sie beschlossen, die Pause bis zum Finden eines neuen mit Ausstellungen auszufüllen. Bei der Besichtigung des “Schlosserhuses” stießen sie auf einen Flyer, bei dem ein Pappmaschee-Kurs beworben wurde. “Des künnand mir sealbar”, erklärte Hartmann, die früher für ihre Kinder Figuren aus geknetetem Papier kreiert hat.

Als erstes Modell erkor sie ihre langjährige Freundin Marlies Thöny, die farbenfrohe Kleidung bevorzugt. Ein Foto von ihr diente als Vorlage für die ersten drei Figuren. Speziell ist jene von Giesinger, auf der sie auf einem Fahrrad sitzt und ausnahmsweise ein missmutiges Gesicht macht. Anlass dafür war eine Fahrradtour auf Formentera, bei der die groß gewachsene Künstlerin unter anderem wegen des heruntergesackten Sattels nur mit den Knien bis zum Kinn radeln konnte und ständig nach hinten zu Hartmann schimpfte. Diese wurde durch den Anblick zum Lachen gebracht, schließlich schütteten sich beide vor Lachen aus. “Dieses Bild wollte ich seit damals immer schon einmal festhalten”, berichtete “Conny”. Die Finissage findet am Samstag, 21. November, ab 17 Uhr statt.







