In Wien soll grünes Ländle wachsen

Vorarlberg / 13.10.2013 • 20:23 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Siegfried Hämmerle wälzt weiter Pläne für Projekte in der Bundeshauptstadt. Nach der Vorarlberg-Allee soll jetzt der Vorarlberg-Wald kommen. Foto: VN/hartinger
Siegfried Hämmerle wälzt weiter Pläne für Projekte in der Bundeshauptstadt. Nach der Vorarlberg-Allee soll jetzt der Vorarlberg-Wald kommen. Foto: VN/hartinger

Nach Vorarlberg-Allee nun ein Vorarlberg- Wald: Siegfried Hämmerle ist wieder aktiv.

Lustenau. Er hat einen riesigen Plan auf dem Tisch vor sich liegen vor und redet sich in Fahrt. Verständlich. Denn wenn der 74-jährige Lustenauer Siegfried Hämmerle über seine Vorarlberg-Allee im Süden Wiens spricht, geht ihm das Herz über.

Vier Hektar zur Verfügung

Erst pflanzte er vor 20 Jahren in der Bundeshauptstadt ein Stück Vorarlberg in Form von 350 Lindenbäumen, jetzt hat Hämmerle in Sachen Vorarlberg den nächsten Coup vor: „Wir bekamen von der Stadt Wien vier Hektar zur Verfügung gestellt, um in unmittelbarer Nähe zur Vorarlberg-Allee einen Vorarlberg-Wald zu pflanzen.“

Baumpaten gesucht

Und auch wenn der Wald nicht gleich vier Hektar umfassen soll, „zumindest ein Hektar schwebt mir als Anfang vor“, äußert sich Hämmerle. Werden soll es ein Wald mit Laubbäumen. „Die Stadt Wien würde die Bäume aus ihrem Forst nehmen. Etwa 500 wären dafür vorgesehen.“ Freilich muss er im Zusammenhang mit seinen Plänen noch im Konjunktiv reden. Schließlich kostet ein Baum inklusive der zwei vorgesehenen Sträucher (pro Baum) zwölf Euro. Die Ausbreitung des Ländles in Wien käme nicht gratis. Gerne sähe es der Lustenauer Pensionist, „wenn sich zum Beispiel Schulen für das Projekt erwärmen könnten. Man stelle sich nur vor: Ein Schüler bekommt die Möglichkeit, sich in der Bundeshauptstadt mit einem Baum zu verewigen. Ist doch eine ganz tolle Sache?“ Unterstützung erhofft sich Hämmerle auch vom Land.

„Vorarlberg“-Ausfahrt

Anlässlich der Eröffnung der Vorarlberg-Allee vor fünf Jahren habe sich das Land mit Landeshauptmann Sausgruber an der Spitze ja auch stolz gezeigt. „Und wir Vorarlberger können stolz sein, das einzige Bundesland zu sein, nach dem eine Autobahnausfahrt benannt wurde“, rührt Siegfried Hämmerle die Werbetrommel für sein Projekt. Tatsächlich kam die Autobahnausfahrt S 1 erst nach der Allee – und so wurde Vorarlberg in der Namensgebung des Straßenprojekts entsprechend gewürdigt.

Sinfoniker-Platz

Die Idee für seine ambitio­nierten Wien-Aktivitäten kamen Siegfried Hämmerle in den frühen 198oer-Jahren. Anlass dazu gab der Sinfoniker-Platz beim Festspielhaus in Bregenz. „Warum nicht umgekehrt ein Stück Vorarlberg nach Wien bringen?“, dachte sich der Lustenauer damals und brütete schließlich mit einigen Vorarlberger Gärtnern die Idee mit der Allee aus.

Legendär wurde dann seine Freundschaft mit dem damaligen Wiener Bürgermeister Helmut Zilk. „Der hat uns wirklich sehr geholfen und unsere Pläne tatkräftig unterstützt“, spricht Siegfried Hämmerle vom mittlerweile verstorbenen Bürgermeister noch heute in höchsten Tönen.

Interessenten für das Projekt und potenzielle Baum-Paten können sich bei Siegfried Hämmerle melden:
Tel.: 0664-3407838
bzw. srhaemmerle@inode.at

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