Sieben Schatten, die bewegen sollen

Vorarlberg / 12.03.2014 • 22:31 Uhr
Bis zu 30 Klassen der Landesberufsschule Feldkirch haben die Ausstellung bereits besucht.  Foto: VN/Hofmeister
Bis zu 30 Klassen der Landesberufsschule Feldkirch haben die Ausstellung bereits besucht. Foto: VN/Hofmeister

„7 Schicksale – 7 Schatten“-Aktion trifft Jugendliche mit echten Lebensgeschichten.

Feldkirch. Stefan (20) verunglückt rund 300 Meter vom Elternhaus entfernt mit seinem Pkw. Er kam am 11. Dezember 2008 mit dem Fahrzeug von der Fahrbahn ab, überschlug sich und landete in einem Feld. Er wurde aus dem Fahrzeug geschleudert – war dieses eine Mal nicht angeschnallt. Er erlitt einen Genickbruch. Sein Schatten, mit der Geschichte seines Schicksals, steht im Zuge des ÖAMTC-Sicherheitsprojekts für Jugendliche „7 Schatten – 7 Schicksale“ als mannsgroße, schwarze Figur in der Landesberufsschule in Feldkirch. Auf den sieben Silhouetten sind die Schicksale mit den Worten von Angehörigen notiert. Es sind dies die echten Lebensgeschichten von sieben Österreichern – Hobbys und Träume inklusive. Rund 30 Klassen der Landesberufsschule Feldkirch haben im Zuge des Religionsunterricht und im Fach „Politischen Bildung“ die Kampagne besucht.

Risiko deutlich höher

Sarah war sehr beliebt. Sie wurde fast 17 Jahre alt. Beim Autounfall hatten sie und ihre Freundin nicht den Funken einer Chance. Sie wurde auf der Rückbank eines Unfallwagens aufgrund abmontierter Kopfstützen durch eine nach vorne geschleuderte Bassbox getötet. Auch ihr Schatten steht in der Ausstellung stellvertretend für die jedes Jahr im Verkehr tödlich verunglückten jungen Menschen. Sie alle wollten leben. „Wir haben bei der Ausstellungseröffnung gespürt, wie betroffen die Schicksale dieser jungen Menschen machen“, so Direktor Werner Allgäuer. „Unsere Schüler sind in dem Alter, in dem sie einen Führerschein machen. Diese neue Verantwortung wird hier bewusstgemacht.“ Das Risiko, im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken, ist bei jungen Fahranfängern bedeutend höher als bei anderen Verkehrsteilnehmern. Im Jahr 2012 gab es in Österreich unter den 15- bis 24-Jährigen 14.890 Verletzte, 108 junge Leute verunglückten tödlich im Straßenverkehr – 74 davon als Pkw-Insassen. Rund 30 Prozent aller im Straßenverkehr Verunglückten stammen aus dieser Altersklasse. Die Ausstellung „7 Schicksale – 7 Schatten“ ist bis Ende dieser Woche an der Landesberufsschule Feldkirch zu sehen. Ab Mittwoch, 26. März, gastiert die Kampagne in der Landesberufsschule Dornbirn II, Eisplatzgasse 5.

„Wir haben im Unterricht die Ausstellung besucht und im Anschluss Fragen beantwortet und darüber gesprochen“, sagt Anna Rugele. Ziel der Kampagne ist es, dass Fahranfänger mehr über das richtige Verhalten im Straßenverkehr nachdenken und sicherheitsbewusster handeln.

Wir haben bei der Ausstellungseröffnung gespürt, wie betroffen die Schicksale dieser jungen Menschen machen.

Werner Allgäuer, Direktor
Die Lebensgeschichten haben mich absolut berührt, weil es echte Geschichten und Menschen in unserem Alter waren. Sie können nichts dafür, das kann jedem passieren.Natalie Manitasevic, 18, Schlins
Die Lebensgeschichten haben mich absolut berührt, weil es echte Geschichten und Menschen in unserem Alter waren. Sie können nichts dafür, das kann jedem passieren.
Natalie Manitasevic, 18, Schlins
Ich fand die in der Ausstellung erzählten Lebensgeschichten schlimm und sehr traurig. Das hat mich mitgenommen, dass diese Menschen so jung – in meinem Alter – gestorben sind. Anna Rugele, 18, Hohenems
Ich fand die in der Ausstellung erzählten Lebensgeschichten schlimm und sehr traurig. Das hat mich mitgenommen, dass diese Menschen so jung – in meinem Alter – gestorben sind.
Anna Rugele, 18, Hohenems
Bis zu 30 Klassen der Landesberufsschule Feldkirch haben die Ausstellung bereits besucht.  Foto: VN/Hofmeister
Bis zu 30 Klassen der Landesberufsschule Feldkirch haben die Ausstellung bereits besucht. Foto: VN/Hofmeister
Man bekommt durch die Ausstellung einen größeren Respekt vor dem Straßenverkehr. Aber man sollte auch nicht zu ängstlich werden, es kann immer und überall etwas passieren.Sandro Engstler, 16, Göfis
Man bekommt durch die Ausstellung einen größeren Respekt vor dem Straßenverkehr. Aber man sollte auch nicht zu ängstlich werden, es kann immer und überall etwas passieren.
Sandro Engstler, 16, Göfis
Mich hat an der „7 Schicksale - 7 Schatten“-Austellung sehr bewegt, dass es so junge Menschen, mit so großen Schicksalsfällen sind. Auch wenn man vorsichtig ist, es kann immer etwas passieren.Larissa Franz, 16, Übersaxen
Mich hat an der „7 Schicksale – 7 Schatten“-Austellung sehr bewegt, dass es so junge Menschen, mit so großen Schicksalsfällen sind. Auch wenn man vorsichtig ist, es kann immer etwas passieren.
Larissa Franz, 16, Übersaxen
Ich finde es gut, dass wir hier in der Landesberufsschule mit so einem ernsten Thema konfrontiert werden. Man hat viel über die Person erfahren.Johannes Moosbrugger,17, Bludenz
Ich finde es gut, dass wir hier in der Landesberufsschule mit so einem ernsten Thema konfrontiert werden. Man hat viel über die Person erfahren.
Johannes Moosbrugger,
17, Bludenz
Ich fand die in der Ausstellung erzählten Lebensgeschichten schlimm und sehr traurig. Das hat mich mitgenommen, dass diese Menschen so jung - in meinem Alter - gestorben sind. Anna Rugele, 18, Hohenems
Ich fand die in der Ausstellung erzählten Lebensgeschichten schlimm und sehr traurig. Das hat mich mitgenommen, dass diese Menschen so jung – in meinem Alter – gestorben sind.
Anna Rugele, 18, Hohenems
Die Lebensgeschichten haben mich absolut berührt, weil es echte Geschichten und Menschen in unserem Alter waren. Sie können nichts dafür, das kann jedem passieren.Natalie Manitasevic, 18, Schlins
Die Lebensgeschichten haben mich absolut berührt, weil es echte Geschichten und Menschen in unserem Alter waren. Sie können nichts dafür, das kann jedem passieren.
Natalie Manitasevic, 18, Schlins
Man bekommt durch die Ausstellung einen größeren Respekt vor dem Straßenverkehr. Aber man sollte auch nicht zu ängstlich werden, es kann immer und überall etwas passieren.Sandro Engstler, 16, Göfis
Man bekommt durch die Ausstellung einen größeren Respekt vor dem Straßenverkehr. Aber man sollte auch nicht zu ängstlich werden, es kann immer und überall etwas passieren.
Sandro Engstler, 16, Göfis
Mich hat an der „7 Schicksale – 7 Schatten“-Austellung sehr bewegt, dass es so junge Menschen mit so großen Schicksalsfällen sind. Auch wenn man vorsichtig ist, es kann immer etwas passieren.Larissa Franz, 16, Übersaxen
Mich hat an der „7 Schicksale – 7 Schatten“-Austellung sehr bewegt, dass es so junge Menschen mit so großen Schicksalsfällen sind. Auch wenn man vorsichtig ist, es kann immer etwas passieren.
Larissa Franz, 16, Übersaxen
Ich finde es gut, dass wir hier in der Landesberufsschule mit so einem ernsten Thema konfrontiert werden. Man hat viel über die Person erfahren.Johannes Moosbrugger,17, Bludenz
Ich finde es gut, dass wir hier in der Landesberufsschule mit so einem ernsten Thema konfrontiert werden. Man hat viel über die Person erfahren.
Johannes Moosbrugger,
17, Bludenz