Mit eisernem Willen ins Ziel

VN-Laufgruppe befindet sich auf bestem Weg zum Sparkasse-3-Länder-Marathon.
schwarzach. Mario Gasser (25) hadert ein bisschen mit der ganzen Sache. „Ich freue mich auf den Tag, an dem mir das Laufen wirklich Spaß macht“, räumt der Lochauer freimütig ein. Aber davon ist er noch ein Stück weit entfernt. „Vielleicht bin zu ungeduldig“, sinniert der Rotkreuz-Notfallsanitäter, der beim Sparkasse 3-Länder-Marathon im Oktober seinen ersten Halbmarathon absolvieren möchte. Ganz anders sieht der Betreuer der VN-Laufgruppe, Günter Ernst, die Situation: „Ich bin stolz auf Mario. Er ist erstmals zwei Stunden durchgelaufen.“ Gute Fortschritte attestiert Ernst allen sechs Kandidaten, die sich der läuferischen Herausforderung stellen.
Auf gutem Weg
Seit Mitte Mai steht das ambitionierte Team im Training für die größte Laufsportveranstaltung am Bodensee. Die Trainingspläne werden, so gut es geht, durchgezogen. „Bei der Hitze war es schon zäh“, erzählt Heinz Spiegel (48), der den Marathon bestreiten möchte. Laut eigener Definition befindet er sich trotzdem auf gutem Weg. Er schätzt vor allem das Laufseminar am Dienstagabend und das gemeinsame Training, das noch besser motiviert als die Sololäufe. Eine Zeit zwischen 3:30 und 3:45 Stunden steht als Möglichkeit zu Buche. Einen Monat wird Heinz Spiegel auf die 3:30 hinarbeiten. Sollte das nicht funktionieren, sollen es die 3:45 werden. „Man kann nichts erzwingen“, bleibt der Techniker dran, aber realistisch.
Höhere Leistungsbereiche
Auch Halbmarathon-Anwärter Christian Feurstein (39) liegt gut im Rennen. Als kompletter Neueinsteiger zeigt er sich beeindruckt, was mit einem gezielten Training in kurzer Zeit zu bewerkstelligen ist. Anfangs lag er bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von acht bis neun km/h. „Jetzt sind es schon über zehn km/h“, erzählt er stolz. Dank professioneller Anleitung hat er es von sich aus gewagt, eine Hürde zu nehmen und in höhere Leistungsbereiche vorzudringen. Dass ihm Günter Ernst schon eine Zeit von 1:45 bis 1:50 Stunden zutraut, freut ihn zwar, Christian Feurstein selbst betrachtet die Vorgabe jedoch noch skeptisch. Aber: „Unter zwei Stunden sollte es schon gehen“, ist der Dornbirner überzeugt.
Die beiden Damen in der Mannschaft, Christine Eckert (33) und Monika Mayer (41), sind laut Ernst ebenfalls fleißig am Trainieren, wenngleich die Hitze ihnen mitunter zu schaffen machte. Dass sie den Halbmarathon schaffen, daran lässt der Laufcoach keinen Zweifel. Die gleiche Einschätzung gilt für Günter Böhler (50), den selbstständigen Erwachsenenbildner aus Dornbirn, der nach einigen Halbmarathons nun einen Marathon im Visier hat. Er peilt eine Zeit von vier Stunden an. Günter Ernst: „Bei ihm läuft alles nach Plan.“
Gutes Zeugnis
Mario Gasser stellt auch den Betreuern ein gutes Zeugnis aus. „Das Training ist abwechslungsreich und spannend“, berichtet er. Eingelaufen ist mittlerweile ebenso das Schuhwerk, das die VN-Laufgruppe beim Spezialisten Schnetzer in Altach ausgefasst hat. „Training, Ausrüstung, alles passt. Da wird jede Ausrede egalisiert“, merkt Gasser schmunzelnd an. Eiserner Wille hält ihn in der Bahn und lässt ihn am erklärten Ziel, den Halbmarathon zu schaffen, festhalten. Vier Wochen vor der Veranstaltung werden die Kandidaten einem weiteren Leistungstest unterzogen. Dann kann die Zielzeit exakt festgelegt werden.
Bei den VN-Kandidaten verläuft das Training nach Plan.
Günter Ernst
Anmeldungen für VN-Team-Bewerb: www.sparkasse-marathon.at