Der Countdown für die Nachprüfungen läuft

Immer mehr Schüler helfen Schülern, das Gespenst des Sitzenbleibens zu verbannen.
Schwarzach. Bei der aha-Nachhilfebörse ist viel los. 236 Personen haben sich gemeldet, um jenen Schülern zu helfen, die in gut drei Wochen eine Nachprüfung für den Aufstieg in die nächsthöhere Klasse haben. „Es sind viele Schüler dabei, die ihren Kollegen helfen und dabei etwas Taschengeld verdienen wollen“, erklärt aha-Mitarbeiter David Kirchmair. Die Nachhilfebewerber wurden von aha zuerst überprüft, danach durften sie auf die offizielle Onlineplattform für Nachhilfelehrer. „Wir haben ihre Identität geprüft. Nicht viel mehr. Den Rest müssen jene erledigen, die sich zur Nachhilfe melden.“
Wichtige Tipps
Über die Jugendorganisation aha laufen freilich während des gesamten Jahres Kontakte zu Nachhilfelehrern. Diese Kontakte werden auch gerne in Anspruch genommen, vor allem in Zeiten wie diesen, in denen Hunderte Schülerinnen und Schüler dem Nachzipf entgegenzittern.
Dass die Zeit vor der wichtigen Prüfung, die über Aufsteigen oder Sitzenbleiben entscheidet, keine einfache ist, weiß man auch bei der im Landesschulrat angesiedelten Schulpsychologie.
Leiter Walter Bitschnau, selbst Schulpsychologe, hat für die Prüflinge einige gute Tipps auf Lager. „Wichtig ist, dass die Kinder und Jugendlichen einen klaren Plan haben, der eine Einteilung des zu lernenden Stoffes beinhaltet. Natürlich muss sich diese Einteilung vor allem am Umfang der Lerninhalte orientieren“, weiß Bitschnau.
Die Vorbereitung auf den Nachzipf hat bei den meisten Kandidaten schon vor einiger Zeit begonnen. Bitschnau rät den Kandidaten, beim Stoff zuerst die leichteren Inhalte zu wiederholen, ehe man sich dem schwierigeren Lernstoff zuwendet. „Es ist dies eine Sache des Selbstvertrauens und der Motivation. Ich kann leicht entmutigt werden, wenn ich zuerst die schweren Brocken angehe“, erklärt Bitschnau.
Stichwort Motivation: Diesbezüglich sind vor allem die Eltern gefordert. „Sie müssen ihren Kindern Mut machen und positiv auf sie Einfluss nehmen“, betont Bitschnau. Nicht unwichtig ist auch ein entsprechend gutes Lernumfeld. Dazu gehört ein angenehmer Lernarbeitsplatz, der die notwendige Ruhe gewährleistet.
Zu einer guten Vorbereitung gehöre auch eine ausgewogene Mischung zwischen Lernzeiten und Entspannung. „Die Kinder müssen zwischenzeitlich auch den Kopf freibekommen“, sagt der Experte.