Sportlich und musikalisch fit
Schwerpunktmittelschulen erfreuen sich trotz höherer Anforderungen großer Beliebtheit.
Bregenz Sport und Musik: Damit lassen sich Kinder immer noch begeistern. Das belegt auch das Interesse an jenen Mittelschulen, die diese Schwerpunkte anbieten. Sieben Sportmittelschulen und fünf Musikmittelschulen sind im Land entstanden. Dazu kommt noch die Ski-mittelschule in Schruns, die einen Sonderstatus genießt und zusätzlich ein Internat führen darf. Allen gemeinsam ist, dass sie mehr Stundenkontingente zur Verfügung haben. „Das heißt, es werden deutliche höhere Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler gestellt“, erklärt die zuständige Landesschulinspektorin Karin Engstler. Außerdem müssen interessierte Schüler eine Eignungsprüfung ablegen. Aber: Die Klassen sind voll.
Keine Sprengelgrenzen
Schwerpunktschulen gibt es seit gut 35 Jahren. Damals stand als Ziel die Stärkung der Hauptschulen. Inzwischen wurden die Hauptschulen zu Mittelschulen und die Schwerpunkte zu fixen wie gefragten Bestandteilen der Bildungslandschaft. Dazu kommt noch das Sportgymnasium, das auf den Sportmittelschulen aufbaut. Für Musik- und Sportmittelschulen gibt es keine Sprengelgrenzen. Für Mittelschulen, die sich einem inhaltlichen Schwerpunkt verschrieben haben, wie beispielsweise die Öko-Hauptschule Mäder, gelten diese Grenzen aber sehr wohl. „Solche Schulen dürfen nur Kinder aus dem eigenen Schulsprengel besuchen“, konkretisiert Karin Engstler. Über 3800 Schüler besuchen die Schwerpunktschulen. Allerdings gibt es an jeder Schule nur eine Klasse pro Jahrgang, in der verstärkt Musik und Sport unterrichtet wird. Eine Ausnahme macht die Musikmittelschule Thüringen mit jeweils zwei Klassen pro Jahrgang. Speziell die Sportmittelschulen sind mit den Ortsvereinen oft gut vernetzt. Meist bildet sich auf diese Weise in den einzelnen Schulen ein besonderer Schwerpunkt heraus. „In Nenzing ist es der Fußball, in Rankweil Basketball“, nennt die Landesschulinspektorin zwei Beispiele. Im Rahmen von Turnieren werden die Leistungen auch sichtbar gemacht.
Hörbare Leistungen
Im wahrsten Sinne des Wortes hörbar sind sie an den Musikmittelschulen. „Gerade im Chor- und Orchesterbereich kommt viel Positives zustande“, lobt Karin Engstler das Bemühen von Kindern, Lehrern und Eltern. Mittlerweile gibt es auch Musikvolksschulen. Dabei handelt es sich aber ebenfalls um ein schulautonomes, also freiwilliges Schwerpunktangebot. Derzeit sind Initiativen im Gange, die Volksschulen auch sportlich aufzupeppen.
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