OP-Spange im LKH Feldkirch läuft im Vollbetrieb

Vorarlberg / 27.03.2019 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Team der Unfallchirurgie zeigt sich bei der ersten Operation im neuen OP zufrieden mit dem neuen Arbeitsplatz. KHBG
Das Team der Unfallchirurgie zeigt sich bei der ersten Operation im neuen OP zufrieden mit dem neuen Arbeitsplatz. KHBG

60 Millionen Euro teurer Bau beherbergt jetzt alle Operationssäle des Landeskrankenhauses Feldkirch. Letzte Umzugsarbeiten sind abgeschlossen, am Donnerstag, 28. März, wird die Spange offiziell eingeweiht.

Gernot Schweigkofler

Feldkirch 60 Millionen Euro wurden in die neue OP-Spange des Landeskrankenhauses Feldkirch investiert. Aus ehemals drei mittelgroßen OP-Bereichen wurde ein großes OP-Zentrum, das technisch absolut am Stand der Zeit ist. Die historische Trennung des Landeskrankenhauses in ehemals zwei sehr unabhängige Bereiche ist damit endgültig Geschichte. Weitere Bauetappen am Krankenhaus werden das noch stärker betonen.

Eine derartig große Baustelle ist ein immenser Aufwand. Nicht weniger groß ist schlussendlich aber auch der Aufwand für den Umzug, wie die stellvertretende Pflegedienstleiterin Maria Lackinger erklärt. „Schon bei der Planung und Vorbereitung sind viele Mitarbeiter aus vielen Abteilungen, wie etwa Pflege, Technik, IT oder Bauabteilung, voll eingespannt.“ Der Umzug selbst wird dann ebenfalls generalstabsmäßig geplant. Im Juli 2017 wurden die ersten sechs Operationsräume in Betrieb genommen, im Dezember folgte eine weitere Übersiedlung, die letzte fand vor Kurzem, Ende Februar, statt.

„Es wurde alles vorab in Plänen festgelegt, damit am Tag X jeder Mitarbeiter wusste, was zu tun ist“, so Lackinger. Am Stichtag, dem 22. Februar, standen dann die OPs im Krankenhaus still, wobei natürlich in Notfällen gearbeitet werden konnte. „Wir hatten zwei Sectios“, erzählt Lackinger, dass sich zwei Babys mit einem ungeplanten Kaiserschnitt den Plänen der OP-Teams widersetzten. Für den Fall eines großen Unfalls waren zudem umliegende Spitäler informiert, im Extremfall wären Patienten nach Möglichkeit andernorts versorgt worden, sogar die Klinik in Innsbruck stand Gewehr bei Fuß.

Der Umzug in die OP-Spange war bis ins Detail geplant und vorbereitet. KHBG
Der Umzug in die OP-Spange war bis ins Detail geplant und vorbereitet. KHBG

Abgesehen von den beiden Babys lief aber alles wie am Schnürchen. Jeder Mitarbeiter hatte seine vorgeschriebenen Wege und Artikel zu siedeln. Bis dann gemeldet wurde: „Der OP ist notfallbereit.“ Damit konnte dann auch der Abbau der alten Operationssäle beginnen, diese haben nun ausgedient.

Lange Wege, modernes Setting

Die neue OP-Spange bringt dem Personal längere Wege. Gleichzeitig werde man als Großbetrieb, der sehr umfassende Behandlungen anbiete, auch attraktiver, berichtet Lackinger. OP-Pflegepersonal will umhegt werden, weiß sie. Immerhin dauert es etwa ein Jahr, bis ein neuer Pfleger so weit ist, um voll im OP mitzuarbeiten. Der aktuell angespannten personellen Situation begegne man mit vielen Maßnahmen. Lackinger ist überzeugt, dass die engere Zusammenarbeit sich bewähren werde. Auf Leitungsebene sei man schon heute ein Team.
Am Donnerstag, 28. März, wird der OP offiziell eingeweiht. Damit ist dann das Riesenprojekt OP-Spange abgeschlossen.