Feuerwehr-Großübung im LKH Bludenz

06.05.2019 • 16:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bei der Übung im LKH Bludenz mussten 16 vermisste Personen im Gebäude ausfindig gemacht und geborgen werden.LKH/Hofmeister

Sechs Wehren waren im erfolgreichen Übungseinsatz.

Bludenz Feuer, Rauch, Sirenen und Blaulicht. Hecktisches Treiben herrschte kürzlich in und rund um das Landeskrankenhaus Bludenz. Grund dafür war aber glücklicherweise kein Ernstfall, sondern eine groß angelegte Feuerwehrübung des Löschkreises 14. Insgesamt 85 Feuerwehrleute der Ortsfeuerwehren Bürs, Braz, Bludenz, Bings-Stallehr, Brand sowie der Betriebsfeuerwehr der Firma Getzner waren ebenso an der Übung beteiligt wie die Spitalsmitarbeiter. Auch die Krankenhausleitung war alarmiert worden, um der Einsatzleitung unterstützend zur Seite zu stehen.

Brandstifter im Gebäude

Die Übungsannahme bestand darin, dass ein unbekannter Brandstifter mehrere Brandherde in der Tiefgarage sowie im Gebäude gelegt hat. Zudem galten 16 Personen als vermisst und mussten von den Einsatzkräften gerettet werden. „Der Krankenhaustrakt, der nun ausgehöhlt wird, hat uns als Übungsobjekt spannende Möglichkeiten geboten: So wurden die Stockwerke künstlich stark verraucht und Türen abgesperrt, um unsere Atemschutzträger zu fordern“, so Einsatzleiter Jürgen Pösel von der Ortsfeuerwehr Bludenz. „Die Zusammenarbeit der Feuerwehren hat sehr gut funktioniert und bestätigt, dass wir auch bei einem so großen Objekt sehr schlagkräftig sind. Solche Übungen dienen den Feuerwehren, um im tatsächlichen Ernstfall im Krankenhaus bereits Ortskenntnisse zu haben und den Einsatz schnell abwickeln zu können“, unterstreicht der Bludenzer Feuerwehrkommandant die Wichtigkeit solcher Übungen.

Allgemeine Zufriedenheit

Nicht nur seitens der Feuerwehren zeigte man sich vom reibungslosen Übungseinsatz beeindruckt, auch aus Sicht des LKH Bludenz war die Übung ein großer Erfolg: Der Alarmserver hat richtig reagiert, alle hinterlegten Telefonnummern von Mitarbeitern stimmen. Auch die leitende Anästhesie-Ärztin im Dienst hatte die Mitarbeiter vorbildlich koordiniert.

Zudem habe der Test gezeigt, dass die Entrauchungsanlage der Tiefgarage und der Liftschächte funktioniert und die Brandabschnitte dicht sind. „Ich bin beruhigt, wie schlagkräftig der Löschkreis 14 im Notfall reagiert“, freute sich Verwaltungsdirektor Harald Bertsch über den gelungenen Übungsverlauf und sprach den Feuerwehren und den Mitarbeitern seinen Dank aus.