Vorarlberger Bergretter tagten in Gantschier

Vorarlberg / 16.05.2019 • 13:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Vorstand der Bergrettung Vorarlberg und die geehrten Bernd Wehinger (für 60 Jahre) und Erich Sönser (für 50 Jahre) mit Landesrat Christian Gantner und Martina Rüscher (v.l.)STOISER

Optimistische Stimmung herrschte bei 71. Landesversammlung im Montafon.

Bartholomäberg „Hinter dem hohen Sicherheitsniveau, das Vorarlberg ausweist, stehen viele engagierte Menschen, die im Dienste der Bürger Tag für Tag unverzichtbare Arbeit leisten, dies sehr oft freiwillig und mit großem Engagement“, so Landesrat Christian Gantner in seiner Laudatio bei der 71. Landesversammlung der Bergrettung Vorarlberg. Rund 1300 freiwillige Rettungskräfte stehen für professionelle Hilfe in unwegsamem Gelände zu jeder Tageszeit bereit.

Weniger Stunden, mehr Einsätze

„Motivation, hohe Leistungsfähigkeit sowie eine zeitgemäße Infrastruktur und moderne Ausrüstung helfen dabei, auch kritische Situationen und Notfälle erfolgreich zu meistern“, so Landesleiter Martin Burger. Neben den zahlreichen Flugrettungseinsätzen wurden 2018 bei 806 bodengebundenen Einsätzen fast ebenso viele Personen gesucht, geborgen, versorgt und ins Tal gebracht. Damit dies auch weiterhin gut funktioniert, wird die Finanzgebarung der Bergrettung jährlich einer strengen Prüfung unterzogen. „Für große Vereine, so auch die Bergrettung Vorarlberg, erfolgt dies verpflichtend durch einen externen Wirtschaftsprüfer“, erklärt Finanzreferent Jürgen Bürkle. Vieraugenprinzip, doppelte Buchhaltung und ein erweiterter Jahresabschluss sind dabei obligatorisch. „Aufgrund der hervorragenden Arbeit sowohl in der Geschäftsstelle als auch von den einzelnen Ortsstellenkassierern erhielt die Bergrettung auch 2018 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers“, so der Finanzreferent.

Landesrat Christian Gantner (v.r.) und Martina Rüscher mit dem Vorstand und den Geehrten für 40 Jahre Bergrettungsdienst Kurt Stecher, Peter Schuler, Peter Schapler und Artur Köb (alle erste Reihe v.l.).
Landesrat Christian Gantner (v.r.) und Martina Rüscher mit dem Vorstand und den Geehrten für 40 Jahre Bergrettungsdienst Kurt Stecher, Peter Schuler, Peter Schapler und Artur Köb (alle erste Reihe v.l.).

„Die Bergrettung Vorarlberg steht gut da, sowohl finanziell wie auch personell“, so Landesleiter Burger. Damit dies so bleibt, wird sich die Bergrettung auch in Zukunft nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern in Aus- und Weiterbildung ihrer Mitglieder und die Anschaffung moderner Ausrüstung sowie Information und Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung investieren.

Gemeinsam sicher

Einer der Höhepunkte des Abends war die Wimpelübergabe zwischen Bergrettung und Polizei, bei der die Zusammenarbeit in weiten Bereichen unter dem Titel „Gemeinsam.Sicher“ besiegelt wurde. Nach kurzweiligen eineinhalb Stunden endete die Versammlung unter großem Applaus des Auditoriums.

Damit war der unterhaltsame Abend jedoch noch nicht zu Ende. Bei einem Buffet mit köstlichen Häppchen und von den Gantschierner Hexen bestens mit Getränken versorgt, gab es noch so manches anregende bzw. humorige Gespräch zwischen Bergrettern und Ehrengästen. Und wie könnte es anders sein – so wurden auch schon neue Pläne für zukünftige Projekte geschmiedet. STO