Hinter den Kulissen: Differenzen bei den Grünen und magere Promidichte bei der Festspieleröffnung

Vorarlberg / 07.06.2019 • 13:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Grünen-Geschäftsführer Lukas Schrattenthaler tritt nur vier Monate vor LT-Wahl von der Bühne ab. VN

Ausgedient Er wurde als Krisenmanager ins Land geholt und sollte die Grünen erfolgversprechend in die Landtagswahl 2019 führen. Fünfzehn Monate später ist Lukas Schrattenthaler (48), einst Kommunikationschef der Neos, als Parteigeschäftsführer schon wieder Geschichte. Knapp vier Monate vor dem Wahltermin und im anlaufenden Wahlkampf stehen die Grünen ohne Parteigeschäftsführer da. Wegen „unüberbrückbarer Differenzen“ mit Landessprecher und Landesrat Johannes Rauch (60, Grüne) wurde der gebürtige Tiroler Schrattenthaler gekündigt und soll sich jetzt wieder als gelernter Unternehmensberater ins Zeug legen. Vor diesem Hintergrund dürfte auch Christina Mathis (32) als Medienreferentin im Klub der Grünen die Reißleine gezogen und die Kündigung eingereicht haben. Christina Heintel (42), übrigens die Lebensgefährtin von Schrattenthaler, bleibt den Grünen hingegen als Klubdirektorin erhalten.

Überschaubar Die Promidichte in Sachen Bundesregierung wird sich bei der Eröffnung der Festspiele am 17. Juli erstmals im überschaubaren Rahmen halten. Als fixe Gäste gelten Bundespräsident Alexander Van der Bellen (75) mit Doris (55), sie haben bereits zugesagt. Nachdem sich derzeit eine Übergangsregierung in Amt und Würden befindet, hat das Land mit LH Markus Wallner (51, VP) erstmals nur vier Regierungsmitglieder zur Eröffnung geladen. Und zwar Kanzlerin Brigitte Bierlein (69), Vizekanzler Clemens Jabloner (70) sowie Finanzminister Eduard Müller (56) und Kulturminister Alexander Schallenberg (49). Ob das prominente Quartett der Einladung Wallners folgen und geschlossen über den roten Teppich schreiten wird, steht noch nicht fest.

Brüskiert Das vom Schrunser Unternehmer Guntram Jäger (64) für den Bau einer neuen Firmenzentrale in Bludenz erworbene Grundstück sorgt für Debatten. Hubert Bertsch (62), Chef des gleichnamigen Kesselexperten, soll sich alles andere als erfreut über den Deal der Stadt mit Jäger gezeigt haben und fühlt sich übergangen. Besagtes Grundstück befindet sich nämlich zwischen Firmenzentrale und Elternhaus von Bertsch. Bürgermeister Mandi Katzenmayer (68, VP) soll Bertsch „nicht einmal gefragt“ haben, ob er und nicht Jäger die Fläche erwerben möchte. Der Stadtchef ist bei Bertsch kein Unbekannter: Katzenmayer stand vor seiner Karriere als Kommunalpolitiker über Jahre als Mitarbeiter auf der Gehaltsliste beim Kesselbauer. Bertsch fühlt sich brüskiert und hat offenbar bereits reagiert: Markierungen von Parkflächen, die er bislang der Stadt im Bereich des Stadtsaals zur Verfügung stellte, sollen entfernt und das Gelände mit einer Fahrverbotstafel versehen worden sein.