„Este perfecto“: Kommt der Sommerhit 2019 aus Vorarlberg?

Vorarlberg / 03.07.2019 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
screenshot youtube, „Este perfecto“

Vom Spaßprojekt zu knapp 35.000 Aufrufen: Vorarlberger produzieren sommerlichen Ohrwurm in Eigenregie.

Schwarzach, Innsbruck Eine einprägsame Melodie, ein guter Rhythmus und eine passende Location am Meer, unter Palmen, das Gefühl von Sand zwischen den Zehen, oder Erinnerungen an ein erfrischendes Getränk, das man bei untergehender Sonne im T-Shirt genießt: Das sind wohl die essenziellen Zutaten für einen Sommerhit. So auch bei „Este Perfecto“ von Wilton Studios feat. Marco Pollo. Was als nicht ganz ernst gemeinte Spaßaktion begonnen hat, hat bereits allein auf Spotify 25.000 Aufrufe, und wird im (Vorarlberger) Radio gespielt.

Zwar wurde der Song nicht unter spanischer Sonne, sondern in Innsbruck aufgenommen und dahinter steckt kein bekannter Popstar, sondern der Vorarlberger Daniel Fleps mit ein paar Freunden: „Der Song war zunächst eines der Spaßprojekte meines Studienkollegen Dominik Geyr und von mir, bis wir uns mehr und mehr in den Song vertieft haben“, erklärt der 27-Jährige. Kurzerhand wurden ihre Freunde Erik Bildstein und Stefan Oberhauser für das Musikvideo, das ausschließlich in der WG der Jungs und auf Innsbrucks Straßen gedreht wurde, engagiert.

In Eigenregie produziert

„Das gesamte Projekt wurde in Eigenregie fertiggestellt“, betont Fleps, der kürzlich sein Musik- und Geografiestudium abgeschlossen hat. Die Idee sei während eines dreiwöchigen Aufenthalts von Fleps und Geyr auf Kuba entstanden. „An jeder Ecke wird dort Musik gespielt und ganz beliebt, besonders bei den jungen Menschen, ist der Reggaeton“, erinnert sich der Götzner. Geimpft mit karibischen Rhythmen, setzte sich Kollege Dominik in Innsbruck sofort an den Computer und bastelte einen Beat. „Der Rest ist dann einfach so entstanden und war zum Teil wirklich sehr spontan.“

Primäres Ziel sei nicht gewesen, einen Sommerhit zu produzieren: „Unsere Intention war es einfach, den Spaß hinter dem Recording möglichst gut in ein fertiges Produkt zu verwandeln“, sagt der 27-Jährige. Umso erfreulicher war es für die Vorarlberger, dass das Lied bei den Hörern gut anzukommen scheint.

Text lässt Interpretationsspielraum

Daniel Fleps, der bereits im Volksschulalter Klavierunterricht genommen hat, Schlagzeug spielen kann und am Mozarteum studiert hat, ist übrigens der Sänger des Liedes, in dem es um eine Urlaubsliebe geht und die Sehnsucht diese Person, in diesem Fall eine Frau, wiederzusehen: „Ich denke aber auch, dass der Text viel Interpretationsspielraum bei den Hörerinnen und Hörern hinterlässt, denn die Sehnsucht kann auch als ein Fernweh verstanden werden“, erläutert Fleps, der selbst eigentlich gar kein Spanisch kann.

Live-Auftritte sind zwar noch nicht geplant, trotzdem stehen weitere musikalische Projekte der Musiker auf dem Plan. Man darf also durchaus gespannt sein.