Elisabeth Bargehr ist eine von drei regionalen Kindergartenpädagoginnen im Walgau

Vorarlberg / 09.07.2019 • 09:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Die Montafonerin Elisabeth Bargehr ist seit drei Jahren als regionale Kindergartenpädagogin im Walgau tätig.

Pädagogin freut sich über hohe Wertschätzung für die ihrerseits erforderliche Flexibilität und Geduld.

St. Gallenkirch Dass Elisabeth Bargehr seit inzwischen drei Jahren als regionale Kindergartenpädagogin im Walgau tätig ist, verdankt die Montafonerin einer Reihe glücklicher Umstände. Nach der Matura am Gymnasium Bludenz war Bargehr unentschlossen, wie es mit ihrer Zukunft weitergehen soll. Auf der Suche nach Antworten stieß die junge Montafonerin auf den Europäischen Freiwilligendienst.

Dieser führte sie nach Finnland, wo sie in Tampere ein Jahr lang als Kindergartenassistentin tätig war. „Ich habe mich ganz bewusst für den Norden entschieden, da dieser komplett anders ist, als das, was ich von hier gekannt habe“, erinnert sich die inzwischen 26-Jährige zurück. Die Arbeit im Kindergarten habe ihr „sehr gut gefallen“, beteuert Bargehr. Aber nicht nur die Arbeit, sondern auch Land und Leute hatten es der Oberländerin angetan. „Ich war zunächst in einer Gastfamilie untergebracht und war erstaunt, wie schnell ich Leute kennengelernt habe.“ Auch mit anderen Freiwilligen aus aller Welt entstanden schnell Kontakte. „Wir haben uns regelmäßig getroffen und gegenseitig ausgetauscht“, erzählt Bargehr von ihren Erfahrungen, die so positiv waren, dass sie sich dazu entschloss, noch ein Jahr als Au-pair-Mädchen anzuhängen.

Nach zwei Jahren im hohen Norden, in denen sie „nie Heimweh gehabt hatte“, inskribierte sich Bargehr am Kindergartenkolleg in Innsbruck. Ein Aushang an ihrer Schule machte sie schließlich auf die Stelle als regionale Kindergartenpädagogin in ihrer Heimat aufmerksam. Sie bekundete ihr Interesse und wenig später wurde sie quasi von der Schule weg engagiert. Das ist inzwischen drei Jahre her und Bargehr ist bis heute mit ihrer Entscheidung von damals sehr glücklich. „Mir gefällt die Arbeit nach wie vor sehr gut. Mein Aufgabengebiet ist sehr abwechslungsreich“, kann sie erfreut berichten. Gerade als Berufseinsteigerin sei der „Springerdienst“ sehr lehrreich, da man „sehr viel Unterschiedliches in den verschiedenen Kindergärten kennenlernt“.

Kindergarten
Kindergarten

Und kennengelernt hat Bargehr als eine von drei regionalen Kindergartenpädagoginnen im Walgau in den letzten drei Jahren in der Tat sehr viel. So war die flexible Pädagogin bereits in 24 der 25 Kindergärten in den 14 Walgaugemeinden im Einsatz. Dass die Aufgabe am Anfang durchaus eine Herausforderung darstellte, daraus macht die Montafonerin keinen Hehl, dennoch erkannte sie schnell die positiven Aspekte dieser Tätigkeit. „Die Wertschätzung, die uns entgegengebracht wird, ist enorm. Wir bekommen viel Lob und positive Rückmeldungen. Das ist natürlich sehr motivierend“, sagt sie. Auch, dass sie in keinem Kindergarten bzw. in keiner Gruppe die volle Verantwortung trage, empfindet Bargehr als vorteilhaft. Als wesentliches Kriterium für ihre Arbeit bezeichnet sie die Gabe, sich auf Leute bzw. neue Situationen einlassen zu können. Besonders wichtig ist ihr, dass sich die Kinder in ihrer Obhut wohlfühlen. „Ich lege großen Wert darauf, das Vertrauen der Kinder zu gewinnen. Ganz wichtig ist mir dabei, ihnen genug Zeit zu geben um aufzutauen, denn auch für sie ist es etwas anderes, wenn ich anstelle der gewohnten Kindergartenpädagogin da bin“, hat sich Bargehr schon eine gewisse Erfahrung angeeignet.

Zeichnen als Ausgleich

Ihre Freizeit verbringt die Montafonerin, die im Haus ihrer Oma in St. Gallenkirch lebt, gerne mit Zeichnen. „Ich zeichne schon mein ganzes Leben lang. Am liebsten male ich Porträts mit Bleistift“, verrät sie. Über den Sommer geht sie nun aber ihrem zweiten Hobby nach, dem Reisen. „Heuer geht es nach Holland“, verrät sie, aber auch nach Finnland werde es sie in absehbarer Zukunft sicher wieder einmal verschlagen.