Klaus Hämmerle zur Gymnaestrada: Freude und Ärger wegen der Feiern

11.07.2019 • 19:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Jubel, Trubel, Heiterkeit. Nicht alle Vorarlberger mögen das. Vor allem dann nicht, wenn es in der Nacht laut wird. VN/Hartinger
Jubel, Trubel, Heiterkeit. Nicht alle Vorarlberger mögen das. Vor allem dann nicht, wenn es in der Nacht laut wird. VN/Hartinger

Nicht alle sind glücklich über den Gymnaestrada-Wirbel. Aber es gibt einige gute Gründe, nachsichtig zu sein.

Nicht alle sind im Gymnaestrada-Fieber. Es gibt verschiedentlich Klagen darüber, dass es abends in den Nationendörfern zu laut sei, dass die bis in die Nacht feiernden Menschen andere die Nachtruhe kosten.

Keine Frage: Es ist laut. Man kann von Anrainern nicht erwarten, dass sie alle Feierbiester sind und sich gefälligst frohgemut mitten unter die Partytiger zu mischen haben. Sehr viele tun das sehr gerne, andere eben nicht.

Aber vielleicht lassen sich die Verärgerten etwas besänftigen. Wenn sie sich vorstellen …

… dass Dinara Bakaeva aus dem bettelarmen Usbekistan wohl nie mehr die Möglichkeit haben wird, in einem wohlhabenden Land wie dem unseren so richtig ausgelassen sein zu können.

… dass die 13-jährige Caroline aus Malawi in ihrer Heimat noch lange vom hervorragenden Frühstück schwärmen wird, welches sie an der HLW Rankweil täglich serviert bekommt.

… dass Elisio Kanasalusalu von den Fidschi-Inseln mit leuchtenden Augen im Gymnaestradaland herumspaziert und vor Glück fast zerspringt, weil sie einmal in diese tolle, für sie faszinierende Welt eintauchen darf. 

…  dass so viele junge und ältere Menschen derzeit gerade beim Feiern am Abend glücklich sind.

… dass die Gymnaestrada bald vorbei ist.

Wenn Sie, liebe Verärgerte, sich das alles vorstellen, dann bekommt der Lärm vielleicht einen Wohlklang.