Land- und Forstwirtschaft als Klimaschützer

Vorarlberg / 10.08.2019 • 12:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
„Tag der Landwirtschaft“ am 1.9. von 10 bis 16 Uhr im Dornbirner Schoren-Areal.
„Tag der Landwirtschaft“ am 1.9. von 10 bis 16 Uhr im Dornbirner Schoren-Areal.

„Tag der Landwirtschaft“ am 1. 9. von 10 bis 16 Uhr im Schoren-Areal.

Dornbirn Die österreichische Land- und Forstwirtschaft ist massiv vom Klimawandel betroffen, gleichzeitig aber auch ein wesentlicher Teil der Lösung. Das gesamte Wirtschaftssystem baut auf der Verwendung fossiler Rohstoffe auf, worin auch die Hauptursache der Klimakrise liegt. Die Menschen leben auf Kosten der Natur und der Umwelt. Es braucht dringend Änderungen, um den Klimawandel zu bremsen – für die künftigen Generationen. Die Land- und Forstwirtschaft ermöglicht durch den Wechsel von fossilen Ressourcen auf verschiedenste nachwachsende Rohstoffe eine nachhaltigere Wirtschaftsweise.

„Bodenschutz ist Klimaschutz, steht für gesunde Lebensmittel und erhält Lebensraum.“

Josef Moosbrugger
LK-Präsident

Durch das Österreichische Programm zur Förderung einer umweltgerechten, extensiven und den natürlichen Lebensraum schützenden Landwirtschaft (ÖPUL) wird eine umweltschonende Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen unterstützt. In Vorarlberg wirtschaften über 3000 Betriebe nach dieser Art schon seit vielen Jahren. Ziel des ÖPUL ist es, die ökologischen Leistungen der Landwirtschaft langfristig zu sichern. Das Programm dient nicht nur der Aufrechterhaltung einer flächendeckenden Landwirtschaft und der Kulturlandschaft, sondern fördert ebenso die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes und begegnet der in der Gesellschaft zunehmenden Nachfrage an Umweltdienstleistungen.

Arbeiten im Naturkreislauf

Vorarlberger Bauern produzieren eine breite Vielfalt von Lebensmitteln. Basis dafür ist eine konsequente Kreislaufwirtschaft zwischen Tier und Pflanze. Auf ökologische Weise werden die pflanzlichen und tierischen Substanzen und Nährstoffe dem Boden wieder zurückgeführt. Unser Lebensraum Vorarlberg wird dadurch in einem hohen Maße erhalten und gepflegt. Die Strategie der Vorarlberger Landwirtschaft führt über Qualität, Wertschöpfung, Veredelung und Diversifizierung. Dies ist auch die Grundlage des Beratungs- und Bildungsangebotes der Landwirtschaftskammer und unseres Zukunftsweges. Denn zukunftsfähig sind jene Wege, die auch am Markt Erlöse bringen. „Klimaschutz ist Bodenschutz, nur so können wir unsere Handlungsspielräume erhalten. Es geht um nicht weniger als unsere landwirtschaftliche Lebensmittelerzeugung, um die Erhaltung unseres Lebensraumes und um unsere Lebensqualität“, sagt LK-Präsident Josef Moosbrugger. Beim „Tag der Landwirtschaft“ ermöglicht die Landwirtschaftskammer Vorarlberg allen Interessierten einen Einblick in die Vielfalt der Land- und Forstwirtschaft.
Das Aufgabenspektrum der Bäuerinnen und Bauern sowie von Personen, die sich für diese Themen einsetzen, werden präsentiert. Eine gute Gelegenheit für Austausch, Präsentation und Diskussion zwischen den Ausstellern und den interessierten Besuchern. Mit einem umfangreichen saisonalen, regionalen kulinarischen Angebot sowie Tiervorführungen und Informationen wird ein Marktplatz der Vielfalt gebildet. Verena Daum

VN-Klimaschutzpreis 2020. Im Boden beginnt der Lebenskreislauf.

Podiumsdiskussion „Littering/Abfallvermeidung/100 % Recycling“ am 3. September in der „Alten Fähre“ in Lochau. Eintritt frei!