Große Bulliparade am Bodensee

Vorarlberg / 30.08.2019 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der T2 von Susanne Schmechel und Ralf Fahr wurde 2017 zum schönsten Hippiebus des Bulli Summerfestivals gewählt. VN/STEURER

T2-Bus-Fans schlagen sechs Tage lang in Bregenz ihre Zelte auf.

Geraldine Reiner

Bregenz Ein Hauch von Flower-Power weht derzeit über den Campingplatz Weiss in Bregenz. Am Mittwoch haben hier VW-T2-Bus-Fans aus dem deutschsprachigen Raum und darüber hinaus ihre Zelte aufgeschlagen. Es ist das 26. Jahrestreffen der Interessensgemeinschaft T2 mit Sitz in Hessisch Oldendorf und das erste, das außerhalb Deutschlands stattfindet. Am Höhepunkt der sechstägigen Veranstaltung werden bis zu 160 Fahrzeuge im Brachsenweg erwartet. „Es wird spitzenmäßig von der Teilnehmerzahl“, sind die Organisatoren Michael Daiber und Andreas Stübner von der Regionalgruppe Bodensee-Oberschwaben-Allgäu sicher.

Gernot Mitterhumer hatte es nicht sehr weit. „Eigentlich ist es fast ein Wahnsinn, dass ich sechs Kilometer auf die andere Seite des Sees fahre zum Campen“, meint der Hörbranzer und lacht. Mitterhumer hat sich vor knapp zehn Jahren mit dem Bulli-Virus infiziert. Bei der Organisation des Jahrestreffens war er sozusagen der Kontaktmann vor Ort. Sein orange-weißer T2-Bus stammt ursprünglich aus Sulzberg. „Die Firma Geist Transporte hat damit früher Sonntagausfahrten mit Touristen gemacht“, erzählt er. Eigentlich waren die bunten Blumen als Lösung für die Rostflecken gedacht, mit der Zeit sind es „dann halt immer mehr geworden.“

Finnland – Bregenz

Der Pokal für die längste Anreise dürfte Heino Vänskä nicht mehr zu nehmen sein. Er ist am 7. August in Finnland gestartet. „Der Bus ist mein allererstes Auto. Ich habe es am 10. Mai 1971 nagelneu gekauft und seither einmal restauriert. Ein gutes Auto reicht“, meint der reiselustige 75-Jährige, der die Teilnahme gleich mit einer Deutschlandrundreise verbindet. Der Bulli von Susanne Schmechel und Ralf Fahr heißt Elliot, kommt aus Pirmasens und ist ein richtiger Hippie. „Wir haben ihn nach Elliot dem Schmunzelmonster benannt. Der war auch ganz grün und auch immer fröhlich.“ Das Treffen dient nicht nur dem internationalen Kennenlernen. Auf dem Programm stehen unter anderem auch Reparaturworkshops und Reiseberichte. Heute, Freitag, rollen ab 10 Uhr 60 Bullis rund um Vorarlberg. Gefahren wird in Kleingruppen mit je 15 Fahrzeugen. „Jede Gruppe hat ein Leit- und ein Schlussfahrzeug. Die nächste Gruppe startet zeitversetzt in die entgegengesetzte Richtung. So haben wir das Verkehrsaufkommen gut im Griff und keiner geht verloren“, skizziert Organisator Michael Daiber eines der Highlights der Veranstaltung.