Initiative fordert Tempo bei Energieautonomie

Vorarlberg / 13.09.2019 • 09:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Teilnehmer diskutierten, wie sie sich vernetzen können. A. TSCHÖGL

„Vorarlberg for Future“ fordert schnelleres Vorgehen.

Bregenz „Es brennt“, warnt Christof Drexel. Er ist deshalb zusammen mit Kriemhild Büchel-Kapeller, Hans Punzenberger, Maryas Scheibler und Emanuel Gstach aktiv geworden. Über 30 Organisationen und Initiativen aus dem Klima- und Energiebereich haben sie zusammengetrommelt. Am Dienstagnachmittag schlossen sie sich zu „Vorarlberg for Future“ zusammen. Mit im Gepäck sind Forderungen an die Politik.

Große Initiativen dabei

Bei „Vorarlberg for Future“ sind kleine Initiativen dabei, wie der offene Kühlschrank, aber auch große Organisationen wie Ökoprofit und das Klimaneutralitätsbündnis. „Das sind Bündnisse, die jeweils weit über 100 Unternehmen hinter sich haben“, betont Drexel. Selbst die Illwerke VKW finden sich bei „Vorarlberg for Future“. In zahlreichen Workshops suchten die Initiativen Möglichkeiten, sich zu vernetzen und gemeinsam zu agieren. Drexel ist überzeugt: „Der Zusammenschluss bringt dem Thema eine geballte Ladung Kraft.“ Unterstützt wird „Vorarlberg for Future“ auch von der Energieautonomie Vorarlberg. An dieses Projekt richten sich auch zwei Forderungen der Organisatoren.

Erstens: Das Ziel der Energieautonomie soll durch die Klimaneutralität ergänzt werden. „Die Energieautonomie ist vorbildlich, daran gibt es überhaupt nichts auszusetzen. Allerdings werden Treibhausgase nicht berücksichtigt. Deshalb soll die Klimaneutralität mit rein.“ Zweitens: „Das Ziel der Energieautonomie soll nicht 2050, sondern schon 2040 erreicht werden“, fährt Drexel fort. Denn: „Es brennt!“ Dieses Ziel zu erreichen, verlange der Gesellschaft eine große Anstrengung ab, weshalb die Initiative den Dialog mit Menschen aus Politik, Wirtschaft, Landwirtschaft und Gesellschaft suche.

Handlungsplan zur Autonomie

„Vorarlberg for Future“ wünscht sich einen Handlungsplan für die nächsten zwölf Monate, der konkrete Maßnahmen zur Erreichung der Ziele Energieautonomie und Klimaneutralität enthalte. „Das trifft sich insofern gut, als dass im Jahr 2020 die nächste Dekade der Energieautonomie beginnt. Wir stehen für Gespräche natürlich zur Verfügung“, erklärt Drexel.

Die Plattform „Vorarlberg for Future“ wird sich nun bald wieder treffen, zudem soll der Verein rasch offiziell gegründet werden, betont Drexel, und fasst zusammen: „Das war eine super Startveranstaltung. Jetzt heißt es: An die Arbeit!“