Appell von Fridays for Future Vorarlberg: „Es geht um unsere Zukunft!“

Vorarlberg / 20.09.2019 • 16:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Constantin Eberle von Fridays for Future Vorarlberg im VN-Gespräch: "Es geht den jungen Menschen nicht darum, die Schule zu schwänzen." VN/Stiplovsek
Constantin Eberle von Fridays for Future Vorarlberg im VN-Gespräch: „Es geht den jungen Menschen nicht darum, die Schule zu schwänzen.“ VN/Stiplovsek

Fridays for Future plant Aktionswoche auch in Vorarlberg.

Schwarzach Constantin Eberle bangt um seine Zukunft: „Wir sind verzweifelt und wissen uns nicht mehr zu helfen.“ Seine einzige Chance, auf den Klimawandel aufmerksam zu machen, sieht er im Protest. Wie so viele hat er sich deshalb der Fridays-for-Future-Bewegung angeschlossen, die eine weltweite Aktionswoche ausgerufen hat. Auch Constantin Eberle und seine Vorarlberger Kollegen starten eine Reihe von kleineren Protestaktionen, die am Freitag, dem 27. Oktober, so endet, wie sie beginnt: mit einer großen Demonstration in Bregenz.

Constantin Eberle aus Hittisau ist seit März bei Fridays for Future (FFF). „Eine Freundin hat mich zu einem Treffen mitgenommen. Mich hat’s sofort gepackt, endlich habe ich viele Gleichgesinnte getroffen“, erzählt er im VN-Gespräch. Rasch ist er im engen Organisationsteam von FFF Vorarlberg gelandet. „Da sind wir zehn bis 15 Leute, die regelmäßig Aktionen organisieren“, berichtet er. Nachsatz: „Wir freuen uns natürlich über jeden weiteren, der uns hilft.“

Im Sommer organisierte die Gruppe zum Beispeil eine Kleidertauschparty, eine Fahrraddemo und eine Flurreinigung, um auf das Thema aufmerksam zu machen. „Wir wollen damit zeigen, dass es den jungen Menschen nicht nur darum geht, Schule zu schwänzen.“ Sollten Lehrer für die große Demonstration in einer Woche in Bregenz jedoch keine Erlaubnis erteilen, sagt er: „Es ist ein Protest! Da kann man trotzdem hingehen.“

Große Aktionswoche

Dass Vorarlberg den Klimanotstand ausgerufen hat, lobt er zumindest ein wenig. „Das ist gut. Aber sie haben unseren Entwurf leider ein bisschen abgeschwächt.“ Die Forderung laute eigentlich, dass die Politik bis ins Jahr 2030 komplett auf erneuerbare Energie umsteige, für günstigere öffentliche Verkehrsmittel und weniger Plastikmüll sorge. Natürlich könne jeder Einzelne in seinem Handeln Vorbild sein, aber eine große und rasche Lösung schaffe nur die Politik. „Und wir brauchend dringend eine rasche Lösung. Es geht um unsere Zukunft!“, appelliert Eberle.

Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, finden auch in Vorarlberg nun jeden Tag Aktionen statt. Wo und wann etwas über die Bühne geht, soll jedoch eine Überraschung sein. Fix ist: Die Aktionswoche endet am Freitag um 11 Uhr am Bregenzer Bahnhof mit dem großen Streik.