Causa Häusle: Lkw-Fahrer am Wort

Vorarlberg / 22.10.2019 • 07:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nach dem Tag 10 im Häusle-Prozess wird nun eine längere Verhandlungspause angesetzt. ECKERT

Der letzte Angeklagte beim Umweltprozess bestreitet illegale Betätigungen.

Christiane Eckert

Feldkirch Am Landesgericht Feldkirch erfolgte die Einvernahme des letzten Angeklagten. Der 38-Jährige kennt sich aus mit schwerem Gerät und kann gut mit Lkw umgehen. Der ehemalige Häusle-Mitarbeiter räumt ein, auf Anweisung Bodenaushub vom Erdenwerk auf dem Maisacker ausgebracht zu haben, weil es dort in einer Senke nicht abtrocknen wollte. Doch wie Materialverbringungen organisiert waren, damit hatte er offenbar nichts zu tun. So gibt er beispielsweise an, dass er mit „Schlüsselnummern“, also Kennzahlen, die Abfall klassifizieren, überhaupt nichts zu schaffen hatte. Er könne nur nochmals bestätigen, dass er weder Straßenkehricht noch Kanalräumgut in den Maisacker gebracht habe. Das Ganze sei acht Jahre her und deshalb könne er sich auch nicht an jedes Detail erinnern, so der Einvernommene.

Pause bis 4. November

Der für Dienstag geplante „Puffertag“ wird nicht benötigt. Für drei der Angeklagten stellen Verteidiger den Antrag auf Ausscheidung ihrer Fakten. Das bedeutet, dass die drei Betreffenden an den kommenden Verhandlungstagen nicht teilnehmen müssen, weil die einzuvernehmenden Zeugen und Erörterungen nichts mit ihren Fakten zu tun haben. Bis zum 4. November ist allerdings für alle Beteiligten Pause. Dann ist der umwelttoxikologische Sachverständige Mario Lener aus Innsbruck am Wort.