Feldkirch bleibt beim Budget auf Konsolidierungskurs

Vorarlberg / 11.12.2019 • 06:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Am Dienstagabend wurde der Voranschlag 2020 der Stadt Feldkirch in der Stadtvertretung abgesegnet. VN/HARTINGER

Voranschlag 2020 bringt gleichbleibenden Schuldenstand. Großprojekte stehen (noch) nicht am Tapet.

Gernot Schweigkofler

Feldkirch Anfang des Jahrzehnts hat Feldkirch einige Großinvestitionen wie etwa das Montforthaus, das Schulzentrum Gisingen-Oberau oder das Kraftwerk Illspitz gestemmt. Seither befindet sich die Stadt beim Budget auf Konsolidierungskurs. Der wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt, laut dem in der gestrigen Stadtvertretung beschlossenen Voranschlag wird der Schuldenstand Ende 2020 bei 55,6 Millionen Euro liegen: das ist gleich hoch wie für 2019 prognostiziert. Zuvor waren zwischen 2014 und 2018 13 Millionen Euro Schulden abgebaut worden.

Bei den Investitionen zeigt man sich im kommenden Jahr zurückhaltend, es werden 9,4 Millionen Euro veranschlagt. Der größte Posten fällt mit 2,9 Millionen Euro für die Modernisierung von Straßen sowie für die Kanalisation an. Davon wird knapp eine halbe Million in der Neustadt anfallen, wo die Sanierung der Kanalisation der Innenstadt startet und in Folge ein neuer Oberflächenbelag aufgetragen werden soll. Auch im Bereich der Bahnhof-City werden aus diesem Bereich 400.000 Euro investiert (Unterflurmüllsammelstellen, Beleuchtungskonzept, Fahrradabstellplätze).  Das Budget steht aber vor allem stark im Schatten kommender Großprojekte: So werden etwa für die Planung der neuen Volksschule Altenstadt 600.000 Euro budgetiert, diese wird, gemeinsam mit einem angedachten Pflegeheim Nord, in den kommenden Jahren ein Vielfaches kosten. Weitere große Posten sind Einsatzfahrzeuge für die Feuerwehr (790.000 Euro), die Vorarbeiten für den Umbau beim Waldcamping/Waldbad mit 200.000 Euro und die Adaptierung der Werkstätten der Polytechnischen Schule um 200.000 Euro. Nicht unter Investitionen fallen die 1,04 Millionen Euro, die Feldkirch 2020 als Kostenbeteiligung für die Arbeiten am Stadttunnel überweist.

Weitere große Budgetposten umfassen die Personalkosten, die 2020 um 1,8 Millionen auf über 20 Millionen Euro ansteigen werden. Matt klagt zudem über die steigenden Transferzahlungen an das Land Vorarlberg, diese legen im kommenden Jahr um 1,2 Millionen Euro auf 18,86 Millionen Euro zu. „Damit relativieren sich die um 2,5 Millionen Euro höher ausfallenden Ertragsanteile, die wir vom Bund erhalten“, hält der Feldkircher Bürgermeister fest.