Lösung in der Causa Stadtmetzgerei

Vorarlberg / 30.01.2020 • 08:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Tage der Metzgerei in der Feldkircher Innenstadt schienen gezählt zu sein. Nun konnte die Nachfolge doch noch geregelt werden. VN/SCHWEIGKOFLER

Nach Querelen um die Nachfolge wird der Betrieb von Christof Schöch und Stefan Marxer übernommen.

Feldkirch Der Schlusspunkt hinter die Ära der Feldkircher Stadtmetzgerei schien eigentlich schon gesetzt. Nach 22 Jahren entschied sich Metzgermeister Gerhard Spieler im vergangenen Sommer sein Geschäft aufgrund von Personalmangel zu schließen. Was folgte war ein wochenlanges Tauziehen zwischen Spieler und den Verpächtern, den Stadtwerken Feldkirch, um die Ablöse und den Erhalt der Metzgerei. Vergangene Woche wurde schließlich dem letzten interessierten Metzger eine Absage erteilt und das Aus der Stadtmetzgerei verkündet. Die VN berichteten.

Eröffnung noch im Frühjahr

Doch nun die Wende. Wie die Stadt Feldkirch in einer Aussendung mitteilte, sei es nach intensiven Bemühungen, gelungen, befriedigende Lösung zu finden. Konkret heißt das: Stefan Marxer und Christof Schöch, eben jenem Interessenten, dem vor wenigen Tagen noch abgesagt wurde, werden den Betrieb übernehmen. Wie Schöch auf VN-Anfrage bestätigt habe Bürgermeister Wolfgang Matt nach einer Anfrage seinerseits zum Gespräch gebeten, bei dem man sich nun einigen konnte. In den nächsten Wochen sollen die letzten Details geklärt und Adaptierungen an den Geschäftsräumen vorgenommen werden. „Die Lage und die Räumlichkeiten bieten sich ausgezeichnet für die Weiterführung einer Metzgerei an. Ziel ist es derzeit, dass wir mit Ende April/Anfang Mai eröffnen können“, so Schöch. Auch der freiheitliche Stadtrat Daniel Allgäuer, der versucht hatte in der Causa zu vermitteln, zeigt sich über die neusten Entwicklungen erfreut: „Nachdem die Stadt einer guten Lösung lange im Weg gestanden ist, konnte jetzt doch noch ein Umdenken und somit eine gute Lösung erwirkt werden.“

Schlussstrich

In die erneuten Verhandlungen nicht mehr eingebunden war Gerhard Spieler. Er wurde von seinem Nachfolger, dem er wie angekündigt das noch vorhandene Inventar schenkt, über die Entscheidung informiert. Noch am Samstag hatte er ein Großteil des Geschäftes ausgeräumt: „Das muss jetzt natürlich alles wieder nach Feldkirch transportiert werden.“ Mit dem Ablauf des Mietvertrages morgen, Freitag, wolle er einen Schlussstrich unter die Causa ziehen. Was nach 22 Jahren als Geschäftsmann in der Feldkircher Innenstadt bleibe sei neben dem Dank an die zahlreichen treuen Kunden aber vor allem die Enttäuschung über die Vorgehensweise der Stadtverantwortlichen.