Widerstand gegen die Staatsgewalt bei Covid19-Kontrolle

Vorarlberg / 23.04.2020 • 16:10 Uhr
Widerstand gegen die Staatsgewalt bei Covid19-Kontrolle
Die beiden Männer waren nicht begeistert von der Kontrolle. SYMBOLBILD APA

Zwei junge Männer zeigten sich alles andere als einsichtig.

Hohenems Am 22. 4. 2020, gegen 23.00 Uhr führte die Polizei Hohenems bei einer Tankstelle in der Lustenauer Straße eine Kontrolle nach dem Covid19-Maßnahmengesetz durch. Grund war der zu geringe Abstand zwischen mehreren Personen. Während der Amtshandlung zeigten sich ein 22-Jähriger mit thailändischer und ein 16-Jähriger mit türkischer Staatsbürgerschaft uneinsichtig.

So sei der 16-Jährige laut Darstellung der Polizei nach der Amtshandlung auf die Straße gerannt und habe dort über sein Mobiltelefon laut Musik abgespielt. Auch gegenüber den Beamten habe sich der Jugendliche trotz Aufforderung geweigert, einen Sicherheitsabstand einzuhalten und habe sich aggressiv gezeigt. Dies quittierten die Beamten mit einer Festnahme, aufgrund seiner Gegenwehr mussten Handfesseln angelegt werden. Auch der Einstieg in den Streifenwagen erfolgte nicht freiwillig. “Während der gesamten Amtshandlung beschimpfte und bedrohte er die einschreitenden Beamten. In der Arrestzelle urinierte er auf den Boden und versuchte die Polizisten anzuspucken”, berichtet die Landespolizeidirektion.

Der 22-Jährige versuchte, die Festnahme seines Begleiters zu stören. Auch er wurde daraufhin festgenommen, da er sich laut den Beamten ebenfalls sehr aggressiv verhielt. Dabei habe er ebenfalls Widerstand geleistet, zwei Beamten hätten Schürfwunden davongetragen.

Einen Alkoholtest verweigerten beide, sie sind auf freiem Fuß und müssen mit einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch wie auch der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn rechnen.