Viel Platz für Babyelefanten auf dem Messegelände

Zaghaft war der Besucherandrag zum Auftakt der Herbstmesse.
Dornbirn Nach und nach betreten die Besucher den Eingangsbereich der Dornbirner Herbstmesse und scannen an den Drehkreuzen die personalisierten Eintrittskarten. Es leuchtet grün. Zumindest meistens und wenn nicht, sind die Mitarbeiter vom Sicherheitsdienst Marent zur Stelle. Nur allmählich füllt sich der Eingangsbereich, der übliche Ansturm bei der Eröffnung bleibt in diesem Jahr aus.
Sowohl in den Hallen als auch im Außenbereich des Messegeländes ist ungewöhnlich viel Platz. Die Besucher können den empfohlenen Abstand einhalten und auch für den Babyelefanten ist immer noch genügend Platz. Damit der auch nicht vergessen wird, stehen kleine Tiere aus Pappe auf dem Gelände verteilt, diese sind genau einen Meter breit. Ein Maskottchen im Kostüm, bewaffnet mit Meterstab und Trillerpfeife, erinnert zusätzlich daran. Besucheranstürme und Menschenmassen blieben bislang allerdings ohnehin aus.


Präsent sein
Im Gegensatz zum letzten Jahr sind heuer auch nicht mehr 500, sondern 370 Aussteller vertreten. Dies zeigt sich in den Hallen vor allem dadurch, dass es fühlbar mehr Luft gibt, was auch den Besuchern durchaus positiv auffällt. Die Aussteller äußern sich vermehrt erleichtert darüber, dass die Messen allmählich wieder ihre Tore öffnen. So auch Wolfgang Neu von BTM Infrarotkabinen. Rund 70 bis 80 Prozent des Umsatzes werde mit dem Messegeschäft gemacht, weshalb dieses besonders wichtig für das Unternehmen sei, erklärt er vor seinem Stand. Eine gewisse Unsicherheit sei allerdings nach wie vor gegeben, ob die geplanten Messen und Veranstaltungen stattfinden und wie diese von den Besuchern angenommen werden. Auch Doris Bitschnau von Verner’s Hof am Bartholomäberg ist froh, wieder mit ihren Tieren, Lebensmitteln und anderen Produkten vertreten zu sein. Bitschnau ist mit Schafen aus eigener Zucht und Produkten vom eigenen und befreundeten Höfen in Bartholomäberg ein Teil der „Erlebniswelt Bauernhof“ im Freigelände. Als landwirtschaftlicher Betrieb müsse man vielfältig sein und eben präsent, um überleben zu können. Beides ist sie an diesem Wochenende mit ihrem Stand auf der Dornbirner Herbstmesse. VN-LIW

Was sagen Sie zur Herbstmesse

Uns geht hier nichts ab, bis jetzt ist alles tadellos. Man hat sich offensichtlich viel Arbeit angetan, um die Messe durchziehen zu können. Ulrike Dingler, 56, aus Feldkirch.

Ich bin auf der Messe, weil es einfach dazugehört. Ich habe sogar mit einer Freundin ausgemacht, dass wir uns hier treffen. Regina Knitel, 56, aus Warth

Den Mund-Nasen-Schutz finde ich etwas blöd, für das Abstandhalten habe ich eher Verständnis. Aber es ist so wohl sinnvoller. Ich fühle mich zumindest sicher. Gloria Caminades, 14, aus Feldkirch

Einerseits finde ich gut, dass vor allem kleine Händler durch die Messe profitieren. Andererseits finde ich es brutal, dass gerade die große Messe möglich ist, aber kleinere Veranstaltungen abgesagt werden mussten. Das ist nicht sehr fair. Laura Blodnig, 19, aus Dornbirn

Ich bin seit 15 Jahren immer auf der Messe, so wenig wie heute war wohl noch nie los. Ich finde es fein, dass zwischen den Ständen nun mehr Luft ist, das ist weniger drückend. Man muss es sich ansehen, wenn dann mehr Leute kommen, so ist das Ansteckungsrisiko wirklich gering. Stefanie Blodnig, 28, aus Dornbirn