Idyllischer Run durch den Pferdestall

Beim Stundenlauf des LZH liefen Groß und Klein gemeinsam für den guten Zweck.
Dornbirn Die Schlange zur Startnummernausgabe am Samstagmorgen war lang. Viele laufbegeisterte Kinder, Erwachsene und deren Familien kamen zum diesjährigen Stundenlauf des Landeszentrums für Hörgeschädigte (LZH), um mit ihrem sportlichem Einsatz Gutes zu tun. Die Teilnehmenden wurden pro gelaufene Runden oder durch einen vorher festgelegten Fixbetrag von einem Spender für ihren einstündigen Einsatz bezahlt. Rund 140 Läufer schwitzten und gaben ihr Bestes für den guten Zweck. „Die Einnahmen des Stundenlaufs kommen hörgeschädigten Kindern und deren Familien zugute“, betonte Direktorin Andrea Jonach.

Liebgewonnene Tradition
Alle zwei Jahre organisiert das LZH den Stundenlauf im hauseigenen Therapiestall an der Dornbirner Furt. Die 300 Meter lange Strecke führt durch Stall und Außengehege und stellt für die Läufer ein besonderes Erlebnis dar. An der Verpflegungsstation entlang der Strecke konnten sich die Läufer mit Müsliriegeln, Äpfeln, Bananen, Saft und Wasser stärken.
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Die beiden zwölfjährigen Teilnehmer Nils und Finn verrieten kurz vor dem Start ihr Rundenziel, das dieses Jahr bei 40 Runden liegt. „Opa ist heute unser Sponsor“, erzählte Nils mit einem Augenzwinkern. Über die große Beteiligung und den gut besuchten Stall zeigte sich Schuldirektorin Andrea Jonach erfreut: „Der Stundenlauf gehört mittlerweile zum LZH. Heute findet die achte Ausgabe statt. Die Organisation im Vorfeld ist zwar aufwendig, aber zu sehen, wie viel am Ende für die Kinder zusammenkommt, macht alles wett.“ Sie lobte zudem die Zusammenarbeit jeder Abteilung bei dieser Veranstaltung: „Das gelingt nur, wenn alle mithelfen.“

Jede Runde zählt
Punkt zehn Uhr eröffnete Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher den Stundenlauf offiziell. Sie betonte, dass sie sich dafür einsetze, den Kindergarten im LZH bis 2027 zu erhalten und anschließend gemeinsam mit der Stadt Dornbirn an einer inklusiven Lösung arbeiten möchte. Dann war es so weit und die Läufer starteten: Voller Tatendrang rannten sie los, jeder in seinem eigenen Tempo. Während die Jüngsten um die Wette rannten, gingen ältere Teilnehmende die Stunde gemütlicher an und sammelten dennoch Runde um Runde. Miriam Hofmann war in diesem Jahr zum ersten Mal dabei: „Ich finde es großartig, dass es diesen Stundenlauf gibt“, erzählte sie während des Gehens. Eine kürzlich erfolgte Operation hielt sie nicht von der Teilnahme ab. „Ich gehe heute einfach statt zu laufen, jede Runde zählt“, betonte Hofmann.

Ein Fest für die ganze Familie
Auch in diesem Jahr lockte eine Tombola mit zahlreichen Preisen. So wurden unter anderem ein Hubschrauberrundflug, zwei Übernachtungen für vier Personen in einem Hotel in Lech, ein Drei-Monats-Abo für die Boulderhalle, eine Tagesfahrt für zwei Personen nach Cannobio, ein Dornbirn-Gutschein im Wert von 200 Euro, Yogagutscheine sowie vier Friseurgutscheine verlost. „Dieses Jahr waren die Menschen besonders großzügig bei den Preisen für unsere Tombola. Ich denke, viele wissen, dass wir von den Sparmaßnahmen des Landes betroffen sind“, erklärte Tombola-Organisatorin Ulli Ilg. Für musikalische Unterhaltung sorgten die 60er-Musikanten aus Dornbirn sowie das Gsiberger Trio, das kostenlos für das Fest spielte. LZH-Geschäftsführer Johannes Mathis lobte das Engagement aller Mitarbeitenden: „Es ist beeindruckend, was hier alle zwei Jahre auf die Beine gestellt wird“, sagte er und feuerte die Läuferinnen und Läufer an. BVS
















