Jahreshauptversammlung im Zeichen von Corona

Vorarlberg / 23.09.2020 • 11:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bgm. Florian Kasseroler, Angela Jäger (Hauskrankenpflege Vorarlberg), Obmann Frank Stecher und Wolfgang Rothmund (Hauskrankenpflege Vorarlberg).<span class="copyright">Elke Kager Meyer</span>
Bgm. Florian Kasseroler, Angela Jäger (Hauskrankenpflege Vorarlberg), Obmann Frank Stecher und Wolfgang Rothmund (Hauskrankenpflege Vorarlberg).Elke Kager Meyer

Krankenpflegeverein Nenzing tagte im Ramschwagsaal.

Nenzing Es war sicherlich ein „besonderer“ Jahresrückblick, auch wenn es sich alle Beteiligten wohl anders gewünscht hätten: Der Krankenpflegeverein und Mobile Hilfsdienst Nenzing führte die Jahreshauptversammlung vergangene Woche in „abgespeckter“ Form durch, wie so vieles in diesen Zeiten hatten Sicherheits-Vorkehrungen Vorrang. Obmann Frank Stecher konnte dennoch von einem sehr aktiven Vereinsleben berichten: „Trotz schwieriger Verhältnisse konnte auch in der Corona-Hochphase das System aufrecht erhalten werden und das Pflegeteam Menschen im Ort, die pflegerische Hilfe brauchen, entsprechend unterstützen.“ Insgesamt zählt der Verein momentan 963 Mitglieder – der Krankenpflegeverein funktioniert dabei nach dem Solidaritäts-Prinzip: Möglichst viele Dorfbewohner zahlen den Mitgliedsbeitrag, dadurch ist die Pflege älterer und pflegebedürftiger Menschen gesichert. „Der KPV ist wichtig und unverzichtbar für ein soziales Netz in der Gemeinde“, betonte auch Bürgermeister Florian Kasseroler.

Dank an „Badaila Kicker“

Stecher nutzte auch die Gelegenheit, sich bei den „Badaila Kicker“ für ihr sensationelles Engagement zu bedanken. „Beim letzten Nikolo-Basar konnten 8.341,92 Euro erwirtschaftet werden, die wiederum dem Krankenpflegeverein gespendet wurden. Ich bin immer wieder überwältigt über dieses Engagement eines Vereines.“ Pflegeleiterin Claudia Tiefenthaler berichtete von 198 Patienten, die im vergangenen Jahr begleitet wurden, täglich werden zwischen 30 und 40 Hausbesuche durchgeführt. Neu ins Pflegeteam hinzu gekommen ist Elke Kessler.

7000 Einsatzstunden

MoHi-Einsatzleiterin Brigitte Latzer konnte ebenfalls mit Zahlen aufwarten: Die 46 Mitarbeiter des Mobilien Hilfsdienstes betreuten insgesamt 78 Nenzinger und leisteten dabei knapp 7000 Einsatzstunden. Apropos Zahlen: In ihrer Funktion als Kassierin präsentierte Latzer einen Kassabericht mit Einnahmen von knapp 338.000 Euro, denen Ausgaben in Höhe von knapp 337.000 Euro gegenüberstehen. Neu in den Vorstand aufgenommen wurde Renate Greußing als Schriftführerin, Elke Kager wurde als Beirätin gewählt und Markus Greußing als Kassaprüfer bestätigt. Der Landesobmann der Hauskrankenpflege Vorarlberg, Wolfgang Rothmund, ging in seinen Grußworten ebenfalls auf das Thema „Corona“ ein: Gemeinsam mit dem Land müsse einerseits die Hauskrankenpflege in der Palliativbegleitung gestärkt werden, gleichzeitig seien die Corona-Erfahrungen auch ein Grund, die Pflegemodelle im Land zu überdenken. EM

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