Stala startete im Saumarkt durch

Vorarlberg / 12.07.2021 • 16:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Andreas Paragioudaki, Herbert Walser, Florian King und Martin Grabher alias Stala bei ihrem Premierenauftritt. <span class="copyright">Heilmann</span>
Andreas Paragioudaki, Herbert Walser, Florian King und Martin Grabher alias Stala bei ihrem Premierenauftritt. Heilmann

Andreas Paragioudakis präsentierte neues Quartett.

Feldkirch Der beliebte Konzertzyklus „Unter der Laterne“, der spannende Akzente zwischen Orient und Okzident setzte, wurde zwar vergangenes Jahr abgeschlossen. Die musikalische Dynamik, die er entfesselte, lebt aber auf verschiedenste Art fort. Eine davon ist „Stala“: Laterne-Initiator Andreas Paragioudakis hat das neue Quartett ins Leben gerufen, in dem sich vier außergewöhnlich begabte Musiker gefunden haben.

Paragioudaki wechselte nicht nur zwischen orientalischen und okzidentalen Einflüssen, sondern auch zwischen den drei Instrumenten Piano, Laute und Lyra. Herbert Walser, welcher sowohl am Vorarlberger Landeskonservatorium wie auch am Mozarteum studierte, nahm auf seiner Trompete Melodiebögen auf, führte sie weiter und gab mit seiner Improvisationsfreude den Kompositionen ihre besondere Würze.

Sämtliche Facetten

Auch Florian King entlockte seinem Bass virtuos sämtliche Facetten. Mal mit dem Bogen, mal gezupft, und mal von außen über das Instrument streichelnd. Soundwolken werden eingespielt und dann wieder gekonnt rhythmisch darüber improvisiert. Mal klingt es nach Jazz und dann ganz unerwartet nach Didgeridoo. Dann wird der Kontrabass gegen den E-Bass ausgewechselt. Selbst schon auf unterschiedlichsten Instrumenten aktiv, ist seinen Kompositionen der Ehrgeiz anzumerken, immer wieder Grenzen zu sprengen.

Unter den Gästen: Sabine Hauer und Michael Fruhmann.
Unter den Gästen: Sabine Hauer und Michael Fruhmann.

Ebenso kreativ ist Martin Grabher am Schlagzeug und an den Percussions unterwegs. Mal werden kunstvolle Klänge an den Becken erzeugt, mal rhythmische Kontrapunkte gesetzt. Mit Eigenkompositionen wie „Invocation of the spirits“ bringt er sich virtuos ein. Ein weiteres Highlight des Abend war „After the rain“, in dem es den Musikern gelang, mit ihren Instrumenten sowohl den Regen als auch den Wind eindrucksvoll einzufangen.

Margarete Müller und Claudia Kessler genossen den Abend.
Margarete Müller und Claudia Kessler genossen den Abend.

Stets ihrer gemeinsamen Liebe zum Unvorhersehbaren folgend, trieb das Quartett zur Freude des Publikums im dynamischen Wechselspiel ihrer Virtuosität das Spiel mit der Improvisation an die Spitze. Ihre unbändige Spielfreude war so ansteckend, dass ihrem Finalstück „Coming Home“ gemäß die Energie mit nach Hause getragen werden konnte. HE