Frauenpower bei der Feuerwehr Rankweil

Vorarlberg / 22.07.2021 • 15:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bei der Feuerwehr Rankweil wurden bereits vor elf Jahren die ersten Frauen als Aktivmitglieder aufgenommen.<span class="copyright">MAthis</span>
Bei der Feuerwehr Rankweil wurden bereits vor elf Jahren die ersten Frauen als Aktivmitglieder aufgenommen.MAthis

Acht Feuerwehrfrauen verstärken die Mannschaft.

Rankweil Die Feuerwehr Rankweil stellt in der Marktgemeinde eine unverzichtbare Hilfestellung mit fast täglichen Einsätzen dar. Unter den 85 aktiven Mitgliedern sind auch acht Frauen zu finden. Die ersten zwei Frauen sind bereits im Jahr 2010 aufgenommen worden. „Frauen gehören bei der Feuerwehr Rankweil fix dazu. Sie sind, wie unsere Männer, unverzichtbar und eine große Stütze. Unsere Frauen sind nicht nur einfache Aktivmitglieder, sie übernehmen auch verantwortungsvolle Tätigkeiten, wie beispielsweise als Dienstgrad in der Ausbildung für die Jugend“, sagt Feuerwehrkommandant Hans Lampert.

Großes Vorbild Papa

So ist Selina Hengl (28) als Gruppenkommandant-Stellvertreterin und Jugendbetreuerin bei den Rankweiler Floriani im Einsatz. „Als Tochter eines langjährigen Feuerwehrmannes habe ich früh die Arbeit und das familiäre Beisammensein im Verein miterleben dürfen. Schon als Kind hatte ich den Wunsch und die Motivation, eine Feuerwehrfrau zu werden. Anderen in Notsituationen behilflich zu sein, Menschen und Tiere zu retten, ist die größte Motivation. Die familiäre Atmosphäre mit den Kameraden und der Dank der Betroffenen nach den Einsätzen ist die Belohnung und Motivation zugleich“, sagt Hengl.

Selina Hengl ist ein fixer Bestandteil der Feuerwehr Rankweil. <span class="copyright">FW Rankweil</span>
Selina Hengl ist ein fixer Bestandteil der Feuerwehr Rankweil. FW Rankweil

Seit vier Jahren ist Pauline Zander (17) Aktivmitglied der Feuerwehr Rankweil. „Die freiwillige Feuerwehr ist für mich mehr als nur ein Hobby. Für andere Menschen da sein und zu helfen, das macht mir große Freude. Ich will dieselben Aufgaben wie die Männer erfüllen und packe überall mit an. Ich finde es super, dass man als Frau nicht benachteiligt wird. Der Reiz, dass man es nie weiß, welcher Einsatz als Nächstes kommt, fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Ich wünsche mir noch mehr weibliche Verstärkung bei der Feuerwehr“, so Zander.

Die 17-jährige Pauline Zander ist bereits seit vier Jahren bei der Feuerwehr.
Die 17-jährige Pauline Zander ist bereits seit vier Jahren bei der Feuerwehr.

Nachwuchs bedeutet Zukunft

Die Pandemie war auch für die Feuerwehren im ganzen Land eine große Herausforderung. Nichts anderes galt für die Ortsfeuerwehr Rankweil. Vorrangig war, die Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten. Deswegen wurde die Mannschaft in zwei Gruppen geteilt, um einen „Totalausfall“ zu verhindern. Das Feuerwehrhaus durfte ausschließlich nur für Einsätze betreten werden, alle Aktivitäten wurden abgesagt. In dieser Zeit haben die Aktiven viele Einsätze in den Teststraßen absolviert. „Wir sind froh, dass sich die Situation entspannt hat und wir vor allem wieder die Ausbildung in den Gruppen abhalten können“, hält Markus Mayr als Ausbildungsbeauftragter fest.

Auch die Feuerwehrjugend konnte in den letzten Wochen ihre wöchentlichen Treffen wieder aufnehmen. „Der Nachwuchs ist die Zukunft jedes Vereins, und daher ist es uns besonders wichtig, dass sich die Jugendlichen wieder in regelmäßigen Abständen treffen können“, sagt Daniel Lampert, der für die Jugendarbeit zuständig ist. Er und sein Team bilden die Jugendlichen für den Feuerwehrdienst aus. Aber, wohlgemerkt: Ausbildung bedeutet nicht, dass der Spaß und die Kameradschaft zu kurz kommen. Die Zehn- bis 16-Jährigen treffen sich immer freitags um 18 Uhr zu ihren Gruppenstunden.

Weitere Informationen zur Feuerwehrjugend gibt es auf der Homepage unter www.fw-rankweil.at/jugend – interessierte Jugendliche können sich jederzeit gerne per Mail bei Daniel Lampert unter daniel.lampert@fw-rankweil.at melden. VN-TK