Das E-Rezept vom Arzt gibt‘s weiterhin

Vorarlberg / 26.07.2021 • 15:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das E-Rezept vom Arzt gibt‘s weiterhin
Das E-Rezept soll ab dem kommenden Jahr endlich die Verschreibungen via Papier ablösen und alles ein bisschen sicherer machen.   APA

Kontaktlose Übermittlung an Apotheken bleibt.

Schwarzach Die Coronapandemie hat es möglich gemacht. Seit dem Frühjahr 2020, als die erste Welle über das Land hereinbrach, können niedergelassene Ärzte ein Rezept elektronisch oder per Fax an die vom Patienten gewünschte Apotheke weiterleiten. Dafür muss der Patient nicht einmal in die Ordination kommen. Es genügt ein Anruf, um das Rezept auf den Weg zu bringen.

Jürgen Rehak. <span class="copyright"> VN/DS</span>
Jürgen Rehak.  VN/DS

Allerdings bekamen Patienten in jüngster Zeit immer wieder einmal zu hören, dass es diesen Service bald nicht mehr geben wird. Dem widerspricht ÖGK-Landesstellenausschussleiter Manfred Brunner. Es handle sich bei dieser Auskunft um eine klare Fehlmeldung. „Die elektronische Übermittlung der Rezepte an die Apotheken wurde unbefristet verlängert“, stellte er auf VN-Nachfrage richtig.

Gleichzeitig wird an einem sogenannten E-Rezept gearbeitet, das datenschutzrechtlich einwandfrei sein und Papier sowie e-Medikation ersetzen soll. Laut Auskunft des Vorarlberger Apothekerkammerpräsidenten Jürgen Rehak ist vor der österreichweiten Ausrollung 2022 noch ein Pilotversuch im Herbst in Kärnten geplant.

Die e-Medikation, also die elektronische Übermittlung von Arzneimittelverordnungen, wurde sehr kurzfristig eingeführt, um das Infektionsrisiko möglichst aus den Ordinationen herauszuhalten. Nach anfänglichen technischen Schwächen funktioniert das System inzwischen mehr oder minder problemlos. Es gibt jedoch, was den Datenschutz betrifft, einige Mängel, wie Jürgen Rehak einräumt. Deshalb präferiert auch er das e-Rezept, das auf Basis der e-Card oder einer Handy-Applikation funktionieren soll.

„Das e-Rezept sollte dann wirklich der einzige Weg zu den verschriebenen Arzneimitteln sein“, erklärt Rehak. Derzeit kommt den Apothekerinnen und Apothekern aber noch alles unter, vom elektronischen über das Fax- bis hin zum guten alten Papierrezept. Was die e-Medikation derzeit etwas mühsam mache, sei sie Suche nach dem Rezept, wenn Arztpraxen, was öfter vorkomme, die Übermittlung vergessen würden. VN-MM