Laufen für Kinder in Afrika

Vorarlberg / 11.01.2022 • 16:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Zahlreiche Läuferinnen der HLW Marienberg sammelten Spendengelder. <span class="copyright">nam/4</span>
Zahlreiche Läuferinnen der HLW Marienberg sammelten Spendengelder. nam/4

Der „Lauf für Afrika“ ermöglicht auch dieses Jahr Kindern in Nairobi den Schulbesuch.

Bregenz Schon zu Beginn des Schuljahres stand für Organisatorin Sonja Freuis von den Schulen Marienberg fest, dass der „Lauf für Afrika“ zum zweiten Mal in Folge nicht in gewohntem Rahmen durchführbar ist. Um den Straßen- und Waisenkindern in Kenia die Schulbildung für das kommende Jahr sichern zu können, wurde auf das Konzept des Jahres 2020 zurückgegriffen. So konnte der 15. „Lauf für Afrika“ dank der Unterstützung vieler in kleinen Aktionen an unterschiedlichen Plätzen stattfinden: Heuer liefen alle beteiligten Klassen der Schulen PMS Marienberg, PVS Marienberg, MS Hörbranz, MS Lauterach, SMS Wolfurt und MS Dornbirn-Markt für die Dauer einer ihrer Turnstunden Runden auf dem Schulgelände.

Sponsoren für gelaufene Kilometer

Die Läuferinnen und Läufer sammelten wie gewohnt für jede bewältigte Runde bei Eltern, Bekannten, Freunden, Großeltern oder Betrieben Sponsorenbeiträge. „Mit dieser jährlichen Sozialaktion wollen wir unsere Jugendlichen dafür sensibilisieren, dass es sehr arme Kinder auf dieser Welt gibt. Für diese lohnt es sich, ein paar Anstrengungen auf sich zu nehmen“, so Sonja Freuis. Dank der beispielhaften Motivation aller Mitwirkenden konnten trotz der schwierigen Umstände kurz vor Weihnachten beeindruckende 27.092 Euro nach Kenia überwiesen werden. Mit diesem Spendengeld wird bereits seit 15 Jahren das Projekt von Sr. Pacis Vögel aus Schwarzenberg unterstützt. Sie war über 40 Jahre in Kenia als Missionsschwester tätig und setzte sich für die Schulbildung von mittellosen Kindern in Afrika ein. 2010 starb Sr. Pacis in Kenia, ihre Projekte werden weiterhin von Vorarlberg aus unterstützt.

Geld für Schulbildung

Jeder einzelne gespendete Euro kommt direkt und ohne Abzüge bei den Schwestern an. Diese und andere Aktionen sind gerade in Zeiten der Pandemie sehr wichtig. Sr. Annegrace, die die Gelder vor Ort verwaltet, berichtet, dass Spendengelder aus Europa seit Beginn der Coronapandemie deutlich weniger geworden sind und die Ordensschwestern Probleme haben, die Kosten der bereits aufgenommenen Kinder zu bezahlen. Zudem konnten während der letzten zwei Jahre weniger hilfsbedürftige Kinder in die Schutzprojekte aufgenommen werden. Nun ist zumindest das Schulgeld für 250 Straßen- und Waisenkinder in Nairobi für ein weiteres Jahr finanziert. „Durch Schulbildung stehen die Chancen gut, der Armut zu entkommen. Wir hoffen, in diesem Jahr den 16. „Lauf für Afrika“ wieder in der einzigartigen Atmosphäre des Bregenzer Stadions organisieren zu können“, berichtet Sonja Freuis mit positivem Blick in die Zukunft. nam

Zahlreiche Läuferinnen der HLW Marienberg sammelten Spendengelder. <span class="copyright">nam/4</span>
Zahlreiche Läuferinnen der HLW Marienberg sammelten Spendengelder. nam/4
Zahlreiche Läuferinnen der HLW Marienberg sammelten Spendengelder. <span class="copyright">nam/4</span>
Zahlreiche Läuferinnen der HLW Marienberg sammelten Spendengelder. nam/4
Sonja Freuis war bereits in Nairobi, um die unterstützten Projekte zu besuchen.
Sonja Freuis war bereits in Nairobi, um die unterstützten Projekte zu besuchen.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.