Bregenz hat Weiherviertel-Plan

Der städtebauliche Rahmenplan liegt vor, die Umsetzung soll nächstes Jahr starten.
Bregenz Der Standortentwickler Prisma und die Vorarlberger Landesversicherung (VLV) haben in den vergangenen Jahren im Bregenzer Weiherviertel groß eingekauft. Das ehemalige Marienheim in der Sankt-Anna-Straße, mehrere abbruchreife Häuser hinter der Landwirtschaftskammer und das ehemalige Hotel Helvetia an der Montfortstraße gehören inzwischen entweder der gemeinsamen G2 Investment GmbH oder der M13 Investment GmbH, einer 100-Prozent-Tochter der Prisma.
Pläne für das Quartier in bester Lage gibt es schon länger. 2018 gab die Stadt eine städtebauliche Studie in Auftrag. Im Mai des Vorjahres wurde gemeinsam mit der Prisma-Gruppe ein Bürgerforum gestartet. Seit Mittwochabend ist bekannt, wie sich die Planer die Zukunft des Weiherviertels vorstellen. Der städtebauliche Rahmenplan, der im Vorarlberg Museum präsentiert wurde, soll als Basis für den späteren rechtsgültigen Bebauungsplan dienen.
Neue Gebäude
Was geplant ist: Die großteils baufälligen Gebäude entlang der Schlossergasse und im Bereich des ehemaligen Hotels Helvetia sollen abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. „Die Gebäude orientieren sich an der umgebenden Bebauung und werden mit fünf bis maximal acht Stockwerken niedriger sein als die bestehenden Hochhäuser“, teilt die Stadt in einer Aussendung mit. Vorgesehen sind Büros, Wohnungen, „soziale Erdgeschosse“ und gastronomische Angebote. Die Weiherstraße soll zu einer „attraktiven Promenade“ werden. Ein neuer Durchgang vom Weiherviertel zur Kaspar-Hagen-Straße und eine direkte Verbindung vom Landhaus zur Weiherstraße sind ebenfalls angedacht.
In den kommenden Monaten will die Stadt einen Bebauungsplan erarbeiten, damit in der Folge mit den Detailplanungen der einzelnen Baufelder begonnen werden kann. Die Projektumsetzung soll ab 2023 in Etappen erfolgen, heißt es.


Quartiersentwicklung Weiherviertel
Betrachtungsgebiet Quartier zwischen Bahnhofstraße, Montfortstraße, Römerstraße, Landwehrstraße und Klostergasse (rund. 55.000 Quadratmeter)
Projektgebiet rund 5000 Quadratmeter (ohne die optionalen Entwicklungsflächen)
Eigentümer im Projektgebiet M13 Investment GmbH (Gesellschafter: 100% PRISMA Investment GmbH), G2 Investment GmbH (Gesellschafter: 50% VLV, 50% PRISMA Investment GmbH), Land Vorarlberg, Landeshauptstadt Bregenz und weitere private Eigentümer