Von der Baugrube zum Pizzaofen

Werkraumschüler lernten Baustoff Lehm in interessantem Projekt kennen.
andelsbuch In einem spannenden Workshop durften die Schülerinnen und Schüler der Werkraumschule den Beruf des Lehmbauers und den Werkstoff Lehm kennenlernen.
Im ersten Teil des Projekts traf sich die erste Werkraumklasse auf dem Firmengelände der Baufirma Oberhauser & Schedler mit ihren beiden Projektleitern, Dominik Abbrederis, der den Beruf des Lehmbauers ausübt und Tobias Fritz, der als Architekt bereits mehrere Projekte mit Lehm realisiert hat. Sie erklärten den Werkraumschülerinnen und -schülern die verschiedenen Zusammensetzungen des Materials und diverse Techniken bei denen Lehm als Werkstoff angewendet werden kann.
In einer rund zwei Meter tiefen Baugrube wurden für die Jugendlichen interessante Sedimentschichten sichtbar und sie lernten am Geruch Humus von Lehm zu unterscheiden.
Lehmziegel handgemacht
Da es sich bei Lehm um ein nicht brennbares Material handelt, war das Ziel des Projekts, einen Pizzaofen zu bauen. Aus dem eben gewonnenen Lehm wurde mit der Stampftechnik als Erstes ein Sockel erstellt, worauf die jungen Lehmbauer ein kleines Modell des Pizzaofens errichteten. Anschließend fertigten sie 250 Lehmziegeln, diese mussten einige Zeit trocknen bevor der zweite Teil des Projekts folgen konnte.
Projekt ging ins Finale
In der letzten Schulwoche wurde das Lehm-Projekt nun fortgeführt und fertiggestellt. Die Schülerinnen und Schüler wendeten die sogenannte Wellertechnik, bei der ein Stroh- und Lehmgemisch verwendet wird, an. Mit großem Eifer arbeiteten die Mädchen und die Jungs an der Fertigstellung des Pizzaofens.
Kaum bekannter Baustoff
Durch das Lehm-Projekt lernten die Werkraumschülerinnen und schüler ein ihnen kaum bekanntes Material und dessen Verwendung kennen. Ziel der Werkraumschule ist es, den angehenden Handwerkerinnen und Handwerkern die Möglichkeit zu geben, mit unterschiedlichsten Materialien in Berührung zu kommen und auf diese Art und Weise viele Berufe hautnah zu erleben und dadurch das Interesse am Handwerk zu wecken und zu fördern. mam
