Den Menschen hinter der Pandemie sehen

Vorarlberg / 08.09.2022 • 13:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Birgit Entner-Gerhold im Gepsräch mit Michael Tagger.VOL.AT

54.500 Schüler sollen kommende Woche in Vorarlberg in ein Schuljahr „wie früher“ starten, so das Versprechen der Landesbildungsdirektion.

„Es ist sicher das Wichtigste, dass der Schulstart so normal wie möglich erfolgen kann“, bestätigt Elternvertreter Michael Tagger in Vorarlberg LIVE. Dies bedeute jedoch nicht, dass man jede Vorsicht über Bord werfen dürfe.

Psychologischer Druck

Am Mittwochabend wiederholt er seine Kritik an der Regelung, dass symptomfreie positive Lehrkräfte ihren Unterricht weiterführen sollen. „Wenn ich als Lehrperson die Einzige bin, die eine Maske trägt, dann steche ich aus dem Lehrerkollegium heraus“, erklärt Tagger. Hier entstehe allein schon durch dieses Kainsmal ein psychologischer Druck auf die Person. Dasselbe gelte natürlich für Schüler. Entsprechend würde er hier vielmehr einen Unterricht dieser Lehrperson über die digitalen Medien von zuhause aus begrüßen.

Für das kommende Schuljahr hätte er jedoch einen dringenderen Wunsch: Dass man den Menschen hinter der Pandemie sieht. „Leider wurde die Schulpsychologie wieder zurückgefahren“, klagt Tagger. Es fehle auch an Achtsamkeit und am Blick auf die Gemeinschaft und deren Resilienz.

Doch auch zur Schließung zweier Kleinschulen in Vorarlberg hat der Elternvertreter eine Meinung. Jede Schule erfülle Bedürfnisse, die über den reinen Unterricht hinausgehen. Wenn eine Schule geschlossen wird, hat dies entsprechende Konsequenzen.

Wird die Teuerung genügend ausgeglichen?

(VN/VOL.AT)