Tragödie bei Mellau

Vorarlberg / 03.10.2022 • 22:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Bergung des Unfallfahrzeuges stellt sich derzeit als zu gefährlich dar. Shourot
Die Bergung des Unfallfahrzeuges stellt sich derzeit als zu gefährlich dar. Shourot

42-Jähriger stürzte mit Pkw in Mellenbach. Leichnam bei Bregenz gefunden.

Mellau Nach ersten Erkenntnissen der Polizei dürfte am Sonntag in den frühen Morgenstunden ein 42 Jahre alter Mann aus dem Bregenzerwald mit seinem Auto aus noch unbekannter Ursache in den Mellenbach geraten sein. Das Hochwasser riss den Wagen im Mellenbach und in der Bregenzer Ache bis zur Parzelle Klause in Mellau mit.

Großeinsatz am Sonntag

Dort wurde das bereits stark demolierte Fahrzeug am Sonntag in der Hochwasser führenden Ache wahrgenommen. Vom Fahrer fehlte jedoch jede Spur. Die Wasserretter aus dem Bregenzerwald, Bregenz, Dornbirn und Hohenems starteten daher noch am Sonntag eine Suchaktion. „Wir waren mit 27 Einsatzkräften vor Ort“, erklärt Landesleiter Daniel Plaichner. Ergänzt wurde das Suchaufgebot von zehn Florianijüngern aus Egg, der Seepolizei Hard sowie mehreren Streifen. Aus der Luft wurden die Suchmannschaften durch den Polizeihubschrauber „Libelle“ unterstützt.

Abgesucht wurde schlussendlich der gesamte Bereich vom Mellenbach über die Bregenzer Ache bis zur Mündung in den Bodensee. Die Wasserretter am Boden konzentrierten sich am Sonntag bei der Ufersuche auf einen Bereich von etwa sieben Kilometern Länge. „Wir stellten auch mehrere Streckenposten entlang der Ache auf“, ergänzt Plaichner. Die Suche verlief am Sonntag jedoch erfolglos und musste am Montag fortgesetzt werden.

Die Größe des potenziellen Suchgebietes entlang der gesamten Bregenzer Ache von Mellau bis zum Bodensee wie auch der hohe Wasserstand stellten die Einsatzkräfte am Montag vor weitere Herausforderungen, betont Plaichner. Auch fehlten Anhaltspunkte, auf welche Regionen sich die Mannschaften fokussieren sollten. Gegen 13 Uhr stellte ein Passant bei der Fahrradbrücke bei Bregenz einen Leichnam im Flussbett fest und alarmierte die Polizei. Am Abend bestätigte sich, dass es sich dabei um den 42-Jährigen handelt. Der Unfallhergang ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Auto bleibt im Wasser

Vorerst im Wasser bleibt jedoch das Unfallfahrzeug. „Das Gebiet ist für den Kran nur schwer zugänglich“, erklärt Plaichner. Die zugängliche Uferseite ist verbaut, alternativ müsste der Kran die Strömung passieren. Dabei ist der Wasserpegel zwar im Sinken begriffen, doch noch gefährlich hoch. Hinzu kommt, dass das Fahrzeug sehr demoliert ist, was eine Bergung zusätzlich erschwert. VN-MEF, RAU

„Die Ufersuche am Sonntag konzentrierte sich auf eine Länge von etwa sieben Kilometer.“

Montagmittag wurde bei Bregenz der Leichnam gefunden. VOL.AT/Pletsch
Montagmittag wurde bei Bregenz der Leichnam gefunden. VOL.AT/Pletsch

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