Pfarre St. Konrad in Hohenems feiert 50-Jähriges

Vorarlberg / 18.11.2022 • 13:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Pfarre St. Konrad gibt es schon seit 50 Jahren.
Die Pfarre St. Konrad gibt es schon seit 50 Jahren.

Festmesse und Feier am Sonntagvormittag.

Hohenems Die Hohenemser Pfarre St. Konrad feiert ihr Patrozinium und den 50. Geburtstag am kommenden Sonntag, 20. November, um 10.30 Uhr im Rahmen einer Festmesse mit Bischof Benno Elbs.

Die Messe wird mitgestaltet vom Kirchenchor St. Konrad und weiteren Mitwirkenden wie dem Kinder- und Jugendchor und dem Ensemble stimm.art. Anschließend wird mit einer erweiterten Agape im Pfarrheim gefeiert, denn die Pfarre feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Arnulf Häfele hat die Geschichte der Pfarre im „Treffpunkt“, dem Hohenemser Pfarrblatt, dargestellt.

Die Festmesse am kommenden Sonntag zelebriert Bischof Benno Elbs.
Die Festmesse am kommenden Sonntag zelebriert Bischof Benno Elbs.

Hohenems, schreibt Häfele, war nach Dornbirn-Markt die zweitgrößte Pfarre des Landes. Es wurden deshalb schon in den Sechzigerjahren Pläne geschmiedet, die Emser Pfarre zu teilen. Es war noch unklar, ob das neue Pfarrzentrum im Schwefel oder unter der Bahn errichtet werden sollte. Den Ausschlag für den Bau der neuen Kirche am Standort Herrenried gab schließlich die größere Zahl der Einwohner. Ein „Aktionskomitee zur Beschaffung von Kirchengrund in Hohenems“ wurde gebildet, geleitet von Konsul Anton Fend und Pfarrer Anton Nenning. Im Sommer 1963 war es so weit: Die Pfarre kaufte den Grund für den Kirchenbau um 850.000 Schilling. Aus einem Architektenwettbewerb ging der Entwurf der Wiener Architekten Johann Georg Gsteu und Walter Ramstorfer als Sieger hervor.

Name St. Konrad lag nahe

Die Kirche benötigte auch einen Namen. Hierbei drängte sich geradezu auf, der Kirche den Namen des heiligen Konrad zu verleihen, der in mehrfacher Beziehung zu Hohen­ems stand. Konrad wurde im Jahre 934 zum Bischof von Konstanz gewählt und er blieb es bis zu seinem Tod 975. Durch sieben Jahrhunderte war Konrad der Schutzpatron des Bistums Konstanz, zu dem auch die Pfarre Hohenems gehörte. Der Legende nach weilte Konrad hier, als die Burg Alt-Ems errichtet wurde. Er soll in der Buchenau Quellwasser in sein Tüchlein geschöpft und auf die Burg hinaufgetragen haben. Der Konradsbrunnen auf Alt-Ems mit nie mehr versiegendem Wasser geht der Sage nach auf ihn zurück. Es war eine glänzende Aufführung der Krönungsmesse, mit der am 26. November 1972, dem Patroziniumstag, die Kirche St. Konrad in Hohenems von Bischof Bruno Wechner geweiht wurde. Die großen Anstrengungen der Verantwortlichen in der Pfarrei und in der Gemeinde und die Spendenbereitschaft der Bürger hatten zur erfolgreichen Fertigstellung der neuen Kirche geführt.

Martin Fäßler erster Pfarrer

Mit 1. Jänner 1974 war das Seelsorgegebiet St. Konrad durch die Diözese zum Pfarrvikariat erhoben und Kaplan Martin Fäßler zum ersten Pfarrvikar mit den Aufgaben eines Pfarrers von St. Konrad bestellt worden. 1978 erstellte die Orgelbaufirma Mayer die neue Orgel mit ihren 21 Registern für St. Konrad. In der Unterkirche schuf die Hohenemser Künstlerin Heilgard Bertel einen eindrucksvollen Meditationszyklus. Dem Wunsch vieler Gläubigen entsprechend wurde der Architekt Erich Längle mit dem Bau eines Kirchturms beauftragt. 1984 wurde der 36 Meter hohe Turm mit vier neuen Glocken versehen und geweiht.

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