Tuppen-Baustelle steht vor erster Winterpause

Vorarlberg / 19.11.2022 • 16:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Nach einer intensiven Bauphase geht es an der L 200 im Bereich der Tuppenbrücken zwischen Egg und Müselbach jetzt in die erste Winterpause.
Nach einer intensiven Bauphase geht es an der L 200 im Bereich der Tuppenbrücken zwischen Egg und Müselbach jetzt in die erste Winterpause.

Erster Abschnitt einer umfangreichen Sanierung wird termingerecht abgeschlossen.

Egg Angesichts schwieriger geologischer Verhältnisse ist das Teilstück der L 200 zwischen Müselbach und Egg eine Dauerbaustelle, an der immer wieder Sanierungen erforderlich sind. Derzeit ist ein mehrjähriges Projekt an der vor rund 50 Jahren erstellten Hangbrücke in Arbeit.

Mehr als 13 Millionen Euro sind für die Arbeiten, die mit Winterpausen bis 2025 dauern werden, budgetiert. Die L 200 vom Rheintal über gut 60 Kilometer nach Warth (Anschluss an die Lechtalstraße) ist die Lebensader der Region und ist durchgehend erst seit 1954 befahrbar. Damals wurde der Abschnitt von Schröcken über Neßlegg und die große Europäische Wasserscheide am Hochtannbergpass in Betrieb genommen. Mit dem Lückenschluss am Hochtannberg begann eine intensive Phase der Verbesserungen. Die B 200, später L 200, hat sich in den vergangenen knapp sieben Jahrzehnten stetig verändert.

Bis 2025 werden für die Sanierung der L 200 im Bereich zwischen Müselbach und Egg insgesamt rund 13,1 Millionen Euro verbaut, wie das Land auf Infotafeln informiert.
Bis 2025 werden für die Sanierung der L 200 im Bereich zwischen Müselbach und Egg insgesamt rund 13,1 Millionen Euro verbaut, wie das Land auf Infotafeln informiert.

Große Projekte waren die Ortsumfahrungen von Au, Bezau, Mellau, Schnepfau oder Bersbuch, die Neutrassierung von Schröcken nach Neßlegg, die Tunnelprojekte in Schröcken, im Schnepfauer Wald und zuletzt der Achraintunnel. Gegen dieses Tunnelprojekt nimmt sich das Baulos zwischen Egg und Müselbach fast bescheiden aus. Trotzdem ist dieser Abschnitt so wichtig, dass er auf einem Teilstück von knapp einem Kilometer dreispurig ausgelegt wurde. An den Hangbrücken wurde von 1974 bis 1979 gebaut, spektakulär war die Sprengung der alten Brücke beim ehemaligen E-Werk Egg.

Dreispurigkeit als Vorteil

Dass der Abschnitt dreispurig ausgelegt ist, spielt der laufenden Sanierung in die Karten, denn die Verkehrsabwicklung ist praktisch ohne Totalsperren möglich und lief in der ersten Bauetappe problemlos ab. In der Regel waren während der im Juli 2022 begonnenen Arbeiten zwei Fahrspuren frei und der Verkehr konnte mit einer Tempobeschränkung auf 30 Stundenkilometer abgewickelt werden. Etwa zwischen Straßenkilometer 15,7 und 16,3 bestehen drei Brücken – rund 70, 350 bzw. knapp 100 Meter lang – die umfassend saniert werden. Die Arbeiten sind mit rund 13,1 Millionen budgetiert und werden in drei Etappen ausgeführt.

Drei Monate Pause

Die erste Bauphase, die Anfang Juli in Angriff genommen wurde, wird planmäßig in wenigen Tagen unterbrochen. Nach etwa drei Monaten Pause wird, je nach Witterung voraussichtlich im März, dieser Teil der Sanierung fortgesetzt und im Spätherbst 2023 abgeschlossen. Diese erste Bauphase umfasst die Instandsetzung des Überbaus an der Tragwerksoberseite.

Im kommenden Jahr wird auch mit Instandsetzungs- und Verstärkungsmaßnahmen an der Brückenunterseite begonnen. Abgeschlossen wird dieser Teil des Gesamtprojekts im November 2024. In der dritten Bauphase folgt 2025 der Tausch eines Großteils der Lager der drei Brücken. Für diese Arbeiten werden dann auch Nachtsperren erforderlich sein. STP

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