Erfolgreicher Überlebenskampf gegen Brustkrebs
Bettina Sandholzer (42) besiegte ihre Brustkrebserkrankung. Sie kämpfte tapfer – nicht zuletzt auch wegen ihrer kleinen Tochter.
Altach Bettina Sandholzer (42) war beunruhigt. Seit einigen Wochen hatte die Polizistin starke Schmerzen in der Brust. Sie suchte ihre Frauenärztin auf. Diese veranlasste eine Mammografie. “Drei Monate habe ich auf die Untersuchung gewartet.” Bettina ahnte, dass mit ihrem Körper etwas nicht in Ordnung war. Leider behielt sie recht. „Die Röntgenaufnahme der Brust zeigte einen kleinen Tumor.“ Die Biopsie ergab, dass die ein Zentimeter große Geschwulst bösartig war. “Man sagte mir, dass ich an einer besonders aggressiven Form von Brustkrebs erkrankt sei.” Die Diagnose, die sie am 25. August 2022 erhielt, schockte Bettina. “Ich musste weinen.”

Aber Aufgeben war für die Mutter einer minderjährigen Tochter keine Option. Denn die Alleinerzieherin wusste, wofür sie kämpfte: Ihre Tochter Alessa war zu der Zeit erst sieben Jahre alt. “Ich wollte mein Kind nicht allein zurücklassen und für Alessa unbedingt wieder gesund werden.”
Gut angesprochen auf die Chemo
Vom September 2022 bis Februar 2023 unterzog sich die Altacherin einer Chemotherapie. “Diese schlug gut an. Danach war der Tumor komplett weg.” Tapfer ertrug Bettina die Nebenwirkungen der Chemo, unter anderem Zahnfleischschwund, Gelenkschmerzen und kompletter Haarverlust. “Ich trug ein Tuch über meinem kahlen Kopf. Außerdem habe ich mir Augenbrauen tätowieren lassen.”

Nach der Chemotherapie ließ sie sich ihre Brüste entfernen. “Diese Entscheidung war für mich sehr schwer. Hätte ich keine kleine Tochter daheim gehabt, hätte ich es nicht gemacht.” Aber die Mutter wollte nur eines: überleben. Ihre Eltern und ihr Bruder unterstützten sie während ihres Kampfes gegen die Krankheit. “Sie fingen mich auf.” Auch in der “Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs” fand Bettina Zuspruch. “Dort wurde ich verstanden.” Noch heute geht sie gerne zu den Treffen.

Die Krankheit ließ sie erkennen, wie zerbrechlich und zugleich kostbar das Leben ist. “Heute genieße ich das Leben in vollen Zügen.” Es gibt Dinge, die möchte die 42-jährige Frau noch erleben – zum Beispiel eine Reise nach Las Vegas. Noch wichtiger wäre es ihr, wenn sie den Schulabschluss ihrer Tochter miterleben könnte, oder gar deren Hochzeit. “Das wäre ein großes Glück für mich.” Die letzte Kontrolluntersuchung fand im Juni statt. “Da war ich krebsfrei.” Im Jänner steht die nächste Untersuchung an. “Ich hoffe das Beste.”
