Auf klirrende Kälte folgt Temperatursprung um 20 Grad

Vorarlberg / 06.01.2026 • 16:14 Uhr
Auf klirrende Kälte folgt Temperatursprung um 20 Grad
VN/PaulitschImposante Kälte-Impressionen am Pfänder in Bregenz.

Temperatur-Achterbahn im Land: Mittwoch noch bitterkalt, danach steigen die Temperaturen kräftig an.

Schwarzach Es sind riesige Eiszapfen, die eindrucksvoll die Kälte der letzten Tage dokumentieren. Wer derzeit auf den Pfänder in Bregenz wandert, wird gleich mehrfach mit eindrucksvollen Winter-Impressionen belohnt. Damit dürfte aber auch bald wieder Schluss sein. Bereits ab Donnerstag wird es deutlich wärmer. Im Rheintal könnten die Temperaturen um bis zu 20 Grad ansteigen, wie Meteorologin Susanne Lentner von GeoSphere Austria sagt.

Auf klirrende Kälte folgt Temperatursprung um 20 Grad
Roland PaulitschDie klirrende Kälte hinterlässt ihre Spuren.

Bitterkalt war es in den letzten Tagen in ganz Vorarlberg. Kältepol waren Tourismusorte im hinteren Bregenzerwald und am Arlberg. So wurden am Dreikönigs-Tag in Lech etwa Temperaturen von bis zu 20 Grad unter Null gemessen, in Schoppernau waren es minus 18 Grad. Und es bleibt kalt. Niedrige Temperaturen wird es auch am morgigen Mittwoch in vielen Teilen des Landes geben. Auch im Flachland. Am Bodensee sind erste kleine Wasserflächen bereits gefroren. Für ein Jahrhundertereignis, wie es 1963 mit der Seegfrörne der Fall war, reichen die Temperaturen aber längst nicht aus. Die Bilder von damals dürften einzigartig in der jüngeren Geschichte bleiben.

Auf klirrende Kälte folgt Temperatursprung um 20 Grad
VNAm 10. Februar 1963 war der Bodensee zuletzt komplett gefroren. Eine Seegrörne wie damals ist aktuell nicht in Sicht. Es wird wieder deutlich wärmer. Volare

Die Zeichen stehen jedenfalls bereits wieder auf eine deutliche Erwärmung. Meteorologin Lentner rechnet bereits für Donnerstag mit milder Luft und mehr Feuchtigkeit. Es könnte demnach anfangs bis in tiefe Lagen, damit auch im Rheintal, schneien. In der Nacht – mit einer weiteren Erwärmung – droht dann durch gefrierenden Regen Glatteisgefahr für größere Gebiete von Feldkirch bis zum Bodensee und im vorderen Bregenzerwald. Die Temperatur-Achterbahn geht am Freitag weiter. Dann könnten die Temperaturen im Rheintal zweistellig im Plus sein, was einen Anstieg um bis zu 20 Grad bedeuten würde. Die nächste Kaltfront, und damit gute Nachrichten für die Skigebiete, ist für Samstag angekündigt. Da sollte auch reichlich Neuschnee dabei sein.