Weltwirtschaftsforum und Trump lassen Bundesheer in Vorarlberg aufmarschieren

Vorarlberg / 16.01.2026 • 10:38 Uhr
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400 Soldaten inklusive der Luftstreitkräfte sind allein in Vorarlberg stationiert. BMLV/Koppitz

1000 Soldaten sind allein in Österreich damit beschäftigt, den Luftraum rund um Davos zu schützen – und damit auch US-Präsident Donald Trump.

Bregenz, Hohenems Auch heuer sichert das Bundesheer den Luftraum über Vorarlberg während des Weltwirtschaftsforums in Davos. Von 19. bis 24. Jänner kommen im Rahmen der Operation „Daedalus26“ rund 400 Soldatinnen und Soldaten im Land zum Einsatz. Grund für das verstärkte Engagement ist die grenznahe Lage von Davos – die Schweiz hatte erneut um eine erweiterte Luftraumüberwachung gebeten.

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Bei Hohenems ist das Radar bereits in Stellung.BMLV/Koppitz

Am Flugplatz Hohenems stehen zwei S70 Black Hawk sowie eine Augusta Bell 212 bereit. Die Hubschrauber übernehmen unter anderem Aufgaben im Rahmen des „Emergency Response Team Air“ (ERTA), das bei Flugunfällen rasch reagieren kann. Zusätzlich patrouillieren die Luftstreitkräfte mit Flächenflugzeugen und Helikoptern, um mögliche Luftraumverletzungen frühzeitig zu erkennen und zu kontrollieren.

Trump in Davos

Rund 1000 Soldatinnen, Soldaten und Zivilbedienstete sowie 21 Luftfahrzeuge, davon 11 Flächenflugzeuge und 10 Hubschrauber, sind während dem Weltwirtschaftsforum im Westen Österreichs im Einsatz. Ihr prominentester Schützling kommende Woche wird US-Präsident Donald Trump sein. Er wird am Mittwoch in Davos erwartet.

Weltwirtschaftsforum und Trump lassen Bundesheer in Vorarlberg aufmarschieren
Das Flugbeschränkungsgebiet “LO R 19 Vorarlberg” besteht aus vier Zonen. Republik Österreich

Das Bundesheer hat dazu ein Flugbeschränkungsgebiet über Teilen Vorarlbergs und Tirols eingerichtet. Die Überwachung erfolgt unter anderem durch das Radarbataillon aus Salzburg. Es liefert mit mobilen Radarsystemen die notwendigen Daten zur Luftraumbeobachtung und steht in Verbindung mit Radarstationen in der Schweiz und in Deutschland. Für die technische Verbindung der Einheiten sorgt das Führungsunterstützungsbataillon 2 aus St. Johann im Pongau mit einem eigenen Netzwerk.

Die Luftraumüberwachung erfolgt im Rahmen der sogenannten „Cross-Border Operations“. Dabei können verdächtige Flugzeuge auch über die Staatsgrenze hinweg begleitet werden – eine gegenseitige Einfluggenehmigung zwischen Österreich und der Schweiz macht dies möglich. Ein Waffeneinsatz im Luftraum des jeweils anderen Staates ist ausgeschlossen.

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Derzeit sind mehrere Hubschrauber des Bundesheers in Hohenems stationiert, Eurofighter starten von Innsbruck aus.BMLV

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betont die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Schweiz: „Bedrohungen aus der Luft kennen keine Grenze – daher ist die bewährte Kooperation mit der Schweiz im Rahmen der Luftraumsicherungsoperation Daedalus 26 ein echter Garant für Sicherheit.“

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Das Militärkommando Vorarlberg unterstützt die eingesetzten Kräfte mit Logistik, Unterkunft und Verpflegung. Die Bevölkerung wird um Verständnis gebeten, dass es während der Einsatzzeit zu erhöhter Flugtätigkeit kommt – insbesondere rund um den Flugplatz Hohenems.