Wie Marco Moosbrugger mit KI erfolgreich wurde: “Wollen es den Menschen niederschwellig erklären”

Menschen / 13.03.2026 • 05:00 Uhr
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Marco Moosbrugger hat 2023 sein eigenes Unternehmen “AI Development” gegründet. VN/JUN

Köpfe von morgen 2026: Der Dornbirner kam eher zufällig mit KI in Berührung – und baute daraus ein Geschäftsmodell. Heute ist Marco Moosbrugger (31) als KI-Experte in Vorarlberg gefragt.

Dornbirn Marco Moosbrugger hatte zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Riecher. Seit 2023 ist der Dornbirner mit seinen Unternehmen „AI Development“ und „KI-Führerschein.at“ selbstständig.

Eigentlich wollte er in Innsbruck Sportmanagement studieren. Um die Wartezeit für die Aufnahmeprüfung zu überbrücken, suchte er sich einen Job. Beim Schweizer Entwicklungsstudio Castl wirkte Moosbrugger an mehreren Projekten mit und kam dabei erstmals mit künstlicher Intelligenz in Kontakt. Ein Großteil seines Wissens eignete er sich autodidaktisch an.

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In Workshops und Vorträgen bringt Marco Moosbrugger den Menschen die Welt der KI näher. Nussbaumer Photography

Als er immer mehr Anfragen zum Thema KI aus seinem Umfeld bekam, machte er sich 2023 selbstständig. Sein Angebot umfasst Beratungen im Bereich generative KI und Prozessoptimierung sowie Workshops und Vorträge.

Entwicklung eines KI-Agentensystems

Gemeinsam mit einem befreundeten Entwickler und der Dornbirner Spider Netzwerk Consulting GmbH arbeitet er derzeit an der Markteinführung eines KI-Agentensystems. Dieses System dient als zentrale Schnittstelle zwischen verschiedenen Softwarelösungen. Mitarbeitende können so sämtliche Programme und KI-Tools ihres Unternehmens über eine einzige Oberfläche steuern. Der KI-Agent entscheidet selbstständig, welche Tools für die jeweilige Aufgabe eingesetzt werden.

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Gemeinsam mit VOL.AT veranstaltet er im März das KI-Event “ahead x vorarlberg”. Weissengruber

Sein Ziel ist es, in einer gesicherten Cloud-Umgebung bestehende KI-Modelle, die für spezifische Aufgaben trainiert wurden, anzubinden. Dadurch soll der Einsatz von KI auch mit sensiblen Daten möglich werden.

KI kann noch keine Menschen ersetzen

Moosbrugger nutzt KI selbst regelmäßig im Arbeitsalltag, etwa für administrative Aufgaben. Seiner Einschätzung nach kann die KI aktuell keine Menschen ersetzen, jedoch deren Produktivität durch die Nutzung geeigneter Tools deutlich steigern, repetitive Aufgaben übernehmen und somit Freiräume schaffen.

Er sieht in diesem Bereich eine „rasante Entwicklung“. Aus diesem Grund veranstaltet er gemeinsam mit VOL.AT im März das KI-Event „ahead x Vorarlberg“. „Wir wollen es den Menschen niederschwellig erklären“, damit sie die KI im Alltag integrieren können.

Obwohl der 31-Jährige weder ein Studium abgeschlossen noch eine Ausbildung vorzuweisen hat, führt er heute erfolgreich ein Unternehmen. Mit seiner frühen Spezialisierung auf KI hat er sich in Vorarlberg rasch einen Namen gemacht und eine klare Nische besetzt.