Ausweichquartiere nach Brand in Au: “Wären über jede Hilfe froh”

Bürgermeister Andreas Simma und die Gemeindestube stehen nach dem Brand vor Herausforderungen.
Au Derzeit steht noch eine Begehung des Mehrparteienhauses aus, doch Bürgermeister Andreas Simma rechnet derweil damit, dass große Teile der Bewohner vorerst nicht in den eigenen Betten schlafen können. “Der mittlere Bereich ist mehr oder weniger abgebrannt, hinzu kommen die Wasserschäden”, erklärt er die Basis seiner Vermutung.

Zwar konnten für einige Betroffene bereits Ersatzunterkünfte gefunden werden, jedoch ist die Gemeinde derzeit noch auf der Suche nach weiteren Notquartieren. “Wir sind hier über jede Unterstützung froh”, betont Simma. Er bittet, mögliche Angebote an Unterkünfte und Notquartiere der Gemeindestube zu melden. Die Gemeinde Au ist unter +43 5515 2220 und b.felder@gemeinde-au.at erreichbar.
Brandstiftung
Gegen 2.30 Uhr wurde die Feuerwehr zunächst wegen eines Balkonbrandes zu dem Mehrparteienhaus in Au-Rehmen alarmiert. Beim Eintreffen stand jedoch bereits die Fassade des 2024 erst fertiggestellten Holzgebäudes in Vollbrand, die Flammen griffen auf mehrere Balkone sowie den Dachstuhl über. “Beim Eintreffen hat sich sehr schnell festgestellt, dass es sich auf das Gebäude ausweitet”, schildert Einsatzleiter Rainer Muxel.
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Alle Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, verletzt wurde niemand. Eine zunächst unklare Wohnung wurde kontrolliert und war leer. Insgesamt standen sechs Feuerwehren sowie Rettungsdienst, Notarzt und Bergrettung im Einsatz. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da sich das Feuer auf mehrere Gebäudeteile gleichzeitig ausbreitete.
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Die Polizei geht derzeit davon aus, dass ein 36-jähriger Hausbewohner den Brand in seiner Wohnung und in der Tiefgarage gelegt hat. Anschließend flüchtete er mit seinem Pkw in Richtung Warth, er verstarb nach einer Kollision mit einer Mauer im Bereich der Tannbergbrücke. Das Motiv ist noch unklar. Das Landeskriminalamt Vorarlberg ermittelt zu den Hintergründen.
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