Brandstiftung in Au: Nun entscheiden die Sachverständigen

In der Nacht auf Mittwoch brannte ein Mehrparteienhaus in Au-Rehmen. Jetzt sorgen sich die Betroffenen um ihr Zuhause, der Bürgermeister gibt wenig Hoffnung.
Au “Aktuell ist das Haus unbewohnbar”, fasst Bürgermeister und damit offizielle Baubehörde in Au Andreas Simma den Status quo nach dem Brand eines Mehrparteienhauses in der Nacht auf Mittwoch zusammen. Der Mittelteil des Gebäudes ist faktisch ausgebrannt, eine Seite litt stark unter dem Brand und dem damit verbundenen Löscheinsatz.
Derzeit können die Wohnungsbesitzer in jenen Teilen des Hauses, die nicht so stark betroffen sind, Gegenstände aus den Wohnungen holen. Ob das Haus noch zu retten ist, müssen nun Sachverständige, etwa der Versicherungen, feststellen. “Aktuell sieht es aber nicht gut aus”, räumt der Bürgermeister ein.
Langfristige Unterkünfte gesucht
Dies stellt die Gemeinde vermutlich vor weitere Herausforderungen. Derzeit sind die Bewohner notdürftig untergebracht, manche kamen bei Verwandten im Ort unter. Falls das Haus nicht zu retten ist, müsse man sich darauf einstellen, für die Bewohner auch langfristig neue Unterkünfte zu finden. “Dies wird dann natürlich schwierig”, verweist Simma auf den Mangel an freiem und verfügbarem Wohnraum im Bregenzerwald, den man über mehrere Wochen und Monate nutzen könnte.
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Entsprechend froh ist die Gemeindestube in Au über jedes Angebot. “Wir erhalten viele Rückmeldungen aus dem Ort”, dankt Simma für die aufkommende Hilfsbereitschaft. So würde man etwa der Gemeinde Kleidung für die Betroffenen anbieten.
Laut dem derzeitigen Ermittlungsstand soll ein 36-jähriger Bewohner in seiner Wohnung und in der Tiefgarage Feuer gelegt haben. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Fassade bereits in Vollbrand, die Flammen griffen auf mehrere Balkone sowie den Dachstuhl über. Nach der mutmaßlichen Brandstiftung flüchtete der 36-Jährige mit seinem Auto in Richtung Warth. Im Bereich der Tannbergbrücke in Schröcken kam er ums Leben. Abseits vom vermuteten Verursacher wurde bei dem Brand niemand verletzt.