Zwischen “Bud Spencer”-Katerfrühstück und Abkühlung: Der zweite Tag beim Szene Openair

Erst Hitze, dann Regen. Der zweite Tag des Szene Openairs zeigte sich nicht nur musikalisch abwechslungsreich.
Lustenau Die erste Festivalnacht und die große Hitze vom Vortag stecken vielen Campern am Freitag noch in den Knochen. Auf dem Campinggelände geht es zur Mittagszeit entsprechend ruhig zu. Generell herrscht viel Platz, vielerorts bleiben Campingstühle und Pavillons noch unbesetzt.

Manche dürften die Nacht zu Hause verbracht haben, andere starten gemütlich in den Tag. “Es war sehr heiß im Zelt, aber wir haben ein paar Stunden Schlaf erwischt”, erzählt Rosa aus Beschling, die sich gemeinsam mit Maja aus Thüringen auf den zweiten Festivaltag vorbereitet. “Ein bisschen Glitzer muss natürlich auch sein”, sagt sie schmunzelnd.

Auch Philip (21) aus Schwarzach ist schon startklar. Sein Katerfrühstück hat er bereits hinter sich – auf dem Speiseplan: Bud-Spencer-Bohnen. “Genau das Richtige nach einer Festivalnacht. Jetzt kann’s losgehen”, sagt er.

Bevor am Nachmittag wieder gefeiert wird, suchen auch zahlreiche Festivalgäste eine willkommene Abkühlung am Alten Rhein oder auf der Liegewiese.


Linda, Annika und Raphael aus Augsburg vertreiben sich die Zeit bis zum ersten Act beim Kartenspielen. Die Gruppe ist bereits zum zweiten Mal zum Lustenauer Szene Openair angereist. “Letztes Jahr waren wir komplett vom Regen durchnässt, es war das volle Kontrastprogramm. Heuer können wir endlich einmal im Alten Rhein baden”, erzählt Raphael. “Aber die Gummistiefel sind natürlich trotzdem dabei.” Vor allem die familiäre Atmosphäre macht für Linda den Reiz des Festivals aus: “Es ist einfach total gemütlich hier. Man kann entspannt zwischen den Bühnen wechseln und verpasst trotzdem kaum einen Act.”

Auf der Szene-Bühne startet bereits das musikalische Programm des zweiten Festivaltages, auch auf dem Konzertgelände geht es im Vergleich zu den vergangenen Jahren zunächst noch etwas ruhig zu. Den Auftakt macht der Vorarlberger Rapper Fourcy, der im vergangenen Jahr noch im Pavillon für Nachwuchskünstler auftrat und heuer bereits die große Szene-Bühne erobert.


Anschließend übernimmt Landamann aus dem Bregenzerwald das Kommando. Die fünf Musiker verzichten auf Alpenklänge und setzen stattdessen auf geradlinigen Rock ’n’ Roll. Für einen weiteren Höhepunkt des Nachmittags sorgt die Wiener Frauen-Rockband Vulvarine.


Währenddessen ziehen dunkle Wolken über das Gelände. Auf den Leinwänden wird bereits vor einem heranziehenden Sturm gewarnt. Wenig später prasselt der Regen auf die Festivalbesucher nieder.

Die Fächer haben vorerst ausgedient und machen den Regenponchos Platz. Bianca (34) aus Hohenems trotzt dem Regen und tanzt zu den eingängigen Songs von Pop-Sängerin Emma Rose. “Der Regen gehört irgendwie zum Szene Openair dazu. Wir sind jedenfalls gut ausgerüstet”, sagt sie und lacht.

Am Abend sorgt Ivo Martin (“Küss mich”, “Wie schön es war”) für große Gefühle auf der Hauptbühne. Vor der Bühne singen die Fans jede Zeile lautstark mit – Regen hin oder her. “Bei den geilsten Konzerten hat es immer geregnet. Wir machen einfach das Beste daraus”, ruft er dem Publikum zu. Lange bitten lassen sich die Besucher nicht: Sie tanzen und feiern, als gäbe es kein Morgen.

Festivalchef Hannes Hagen zeigt sich am Freitagabend mehr als zufrieden. Die Regenfront sei genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen: “Das war die perfekte Abkühlung. Kein starker Wind, kein Starkregen, genau so, wie man es sich bei einem Festival wünscht. Fast schon kitschig.”

Insgesamt werden laut Veranstalter am zweiten Festivaltag knapp 8000 Besucher gezählt. Für den Samstag kündigt Hagen einen fulminanten Abschluss an: “Mit Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys wird zum Finale noch einmal richtig gefeier
Alter Rhein Bühne
Samstag
13 Fast Love
13:50 Finest XI
15:15 Sondaschule
17:10 Paleface Swiss
19:10 Sons of the East
21:25 Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys
0 Uhr OG Keemo





















