Niederschläge am Montag: “Ich habe im Vorfeld gewarnt, dass Überschwemmungen drohen”

Es ist seit Monaten zu trocken, es fehlen in Vorarlberg bislang vier Dezimeter Regen pro Quadratmeter. Doch nicht überall sorgt der Regen für Entspannung, so etwa im Forach in Dornbirn.
Dornbirn Es sind die trockensten zwölf Monate der über 176-jährigen Messgeschichte in Österreich. Entsprechend groß ist nicht nur in der Landwirtschaft die Freude über die am Montag eingesetzten Niederschläge in Vorarlberg. Doch nicht allerorts sorgte der Regen für Entspannung.

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So etwa im Forach in Dornbirn. Das Rohrbach, zu dem Forach zählt, ist eines der jüngsten Viertel der Messestadt, hier ist der Boden dem Ried noch nicht lange abgerungen und entsprechend sumpfig. Der Müllerbach und schlussendlich der Karlsgraben sammeln nördlich der Ach mehrere Bäche, bevor sie das Wasser dem Fischbach und schlussendlich der Ach zuführen. Gerade bei Starkregen gehen diese im Forach auf Höhe der Kläranlage und des Kiebitzwegs oft über die Ufer – so etwa beinahe genau vor einem Jahr, als mobile Wasserwehrmauern und Pumpen im Einsatz waren.
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Entsprechend vorsichtig sind die Anrainer. So etwa Tina David: Sie führte gegen Mittag eigentlich ihren Hund aus. Dabei war sie sich jedoch auch nicht zu schade, die Abwassergitter von Unrat zu befreien, da sich Wasser hier bereits zurückstaute. “Ich habe das schon öfter gemacht, nicht nur hier”, erklärt die 53-Jährige. “Ich habe schon vor dem Unwetter gewarnt, was, wenn es hier wieder staut.”

Am Montag hatte man vorerst noch Glück im Forach. Im ganzen Land orientierten sich die Wasserstände der Bäche am Montag wieder in Richtung Normalstand bis hin zum leichten mehrjährigen Mittelwasser. Die Dornbirner Ach, die am Montagvormittag beim Hohen Steg noch unter 0,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde führte, hatte gegen 14 Uhr am Montag bereits wieder 10,1 Kubikmeter pro Sekunde. Die Bregenzer Ach führte bei Kennelbach am Morgen noch unter fünf Kubikmeter pro Sekunde, am frühen Nachmittag waren es bereits wieder neun Kubikmeter pro Sekunde.


Von einer Entspannung kann jedoch keine Rede sein. “Das ist jetzt schon mal eine gute Anfeuchtung”, verdeutlicht Meteorologe Simon Hölzl der Geosphere Austria gegenüber VOL.AT. Ein Ende der Trockenheit bedeuten selbst Niederschläge von 60 Millimeter diese Woche noch nicht. Dafür sei das Niederschlagsdefizit mittlerweile zu groß: In Bregenz fehlen heuer bislang 400 Millimeter Niederschlag zum Normalwert.
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Und: “Der Boden ist halt nur bedingt aufnahmefähig, der ist ja wie Beton”, erklärt Hölzl. Entsprechend drohen vor allem am Donnerstag und Freitag kleinräumige Überflutungen. “Er braucht eine Zeit, damit der wieder aufnahmefähiger wird.”