Steirische Polizei zerschlug Schlepperbande

Welt / 11.02.2022 • 22:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Graz Die steirische Polizei hat in Kooperation mit internationalen Polizeibehörden in Slowenien, Kroatien und Polen eine Schlepperbande zerschlagen. Mindestens sieben Männer wurden festgenommen, die zwei mutmaßlichen Haupttäter sind nun in Graz in Haft. Die Bande soll über 100 Menschen illegal in die Steiermark gebracht haben, von wo diese teils weiterfuhren. Dabei wurden rund 280.000 Euro lukriert, wie die Landespolizeidirektion mitteilte. Im Laufe langjähriger Ermittlungen und dabei erfolgter Festnahmen von Schleppern waren Ermittler des Landeskriminalamtes der Bande auf die Spur gekommen. Zwischen September 2019 bis März 2021 hatte man sieben Schlepper von offenbar ein und demselben Netzwerk geschnappt. Es handelt sich dabei um Männer im Alter von 24 bis 47 Jahren. Sie stammen aus dem Irak, Pakistan, Georgien und der Ukraine. Gegen einen weiteren Mann wurde ein Europäischer Haftbefehl erwirkt.

Die auch international geführten Ermittlungen führten letztlich zu zwei Hintermännern. Der Iraker (40) und der Tunesier (42) konnten Ende des Vorjahres in Polen verhaftet werden. Sie wurden nun nach Österreich ausgeliefert, wo sie in der Justizanstalt Graz-Jakomini auf ihren Prozess warten. Die Organisation rund um die beiden Haupttatverdächtigen soll bei 24 Fahrten insgesamt 102 Personen aus dem Irak, Pakistan und Afghanistan illegal in die Steiermark geschleppt haben. Die beiden Männer legten bisher kein Geständnis ab.